Mannheimer Morgen besucht Session mit dem Jazzcoach

ladenburger jazz jamsesssion im januar 2017

Nachwuchs lernt Klassiker kennen


Eine wunderbare Art und Weise, einen Sonntagnachmittag zu verbringen, ist die monatliche Jazz-Jamsession in Ladenburg. In der kalten Jahreszeit treffen sich Musiker und Jazzliebhaber aus der ganzen Umgebung in der Pflastermühle. Es gibt starken Kaffee und leckeren Kuchen, den die Hausherren vom Trägerverein des Jugendzentrums "Kiste" anbieten. Und als Sahnehäubchen darf man Ausgefallenes ebenso wie gern gehörte Standards genießen, die Könner und weniger erfahrene Instrumentalisten sowie Sänger darbieten.

Die mit Abstand jüngste Teilnehmerin diesmal: Annika Baumbusch aus Edingen. Mit ihrer Geige verlieh die elfjährige Fünftklässlerin der Merian-Realschule (MRS) Ladenburg der mitreißenden Gypsy-Jazznummer "Minor Swing" eine ganz wesentliche Klangfarbe. "Das Stück find' ich cool", sagte das Mädchen, das seit fünf Jahren bei Wolfgang Grosch vom Kurpfälzischen Kammerorchester Unterricht nimmt. "Der Gitarrenlehrer meiner Mutter hat mich auf den Minor Swing gebracht", erzählt das Talent, das Schülerin einer MRS-Bläserklasse ist und auch Klarinettenunterricht an der städtischen Musikschule der Römerstadt hat. Der Gitarrenlehrer ihrer Mutter: Das ist der Ladenburger Jazzgitarrist Marcus Armani, der diese Jamsession leitet und zu einem festen Begriff in geneigten Kreisen gemacht hat.

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Junge Talente am Start: Die elfjährige Geigerin Annika Baumbusch aus Edingen (Bild links), hier an der Seite von Gitarrist Marcus Armani, glänzte am Sonntagnachmittag bei der Jazz-Jamsession in Ladenburg ebenso wie der 15-jährige E-Gitarrist Till Jülicher (Bild rechts, sitzend) aus der CBG-Bigband.

"Die Reihe hat sich total gut etabliert", zeigt sich Armani hochzufrieden, dass Musiker unter anderem aus Walldorf, Bad Dürkheim, Heilbronn und Stuttgart anreisen. Alle stünden über soziale Netzwerke miteinander in Verbindung. Und alle schätzten es, dass eine Setlist stehe und sich so auch anspruchsvollere Stücke angehen ließen. "Man kann Erfahrungen sammeln, Kollegen kennenlernen und die tolle Atmosphäre in der Pflastermühle oder im Sommerhalbjahr im Glashaus genießen", erklärt Armani. Die ehrenamtlich Aktiven des "Kiste"-Trägervereins und der Glashausinitiative im Waldpark seien der Jazz-Jamsession starke Partner. Und warum klappt das so gut, dass Routiniers und Anfänger stets harmonisch klingen? "Das liegt daran, dass eine erfahrene Rhythmusgruppe aus Bass, Schlagzeug, Klavier und auch Gitarre die Grundlage bildet, also die Form spielt, und dem Solisten zeigt, wo er ist, wenn er sich mal verirrt", erläutert der auch mit Jazz-Histörchen unterhaltende Session-Chef.

Armanis Schüler Till Jülicher zählte bei der jüngsten Auflage zu weiteren jungen Lokalmatadoren wie auch Malte Glombitza (E-Piano) und dem Schriesheim-Altenbacher Jonas Kuhlmann (E-Gitarre). Till glänzte mit seiner weißen "Telecaster" solistisch bei dem Welthit "Still Got The Blues" des 2011 verstorbenen Gitarrenhelden Gary Moore, in Ladenburg gesungen von Netsi Berhane aus Heidelberg. "Ich höre jetzt nicht gerade ausschließlich Blues, aber der Song ist gut und liegt mir", sagte der 15-jährige Schüler des Carl-Benz-Gymnasiums (CBG), wo er auch zur Bigband gehört. Seit seinem siebten Lebensjahr spielt Till schon Gitarre. Er nahm zunächst klassischen Unterricht an der kommunalen Musikschule.

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 31.01.2017

Saxofonist Tony Lakatos im Glashaus

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Mit Tony Lakatos als Stargast endet diesjährige Reihe der IG Jazz Rhein-Neckar

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Auch 2016 wieder „Musik und Talk“ im Glashaus?


"Ich stehe auf klassischen Jazz, auf Melodie und Rhythmus", sagt Tony Lakatos. Der international bekannte Saxofonist unter anderem der Bigband des Hessischen Rundfunks war diesmal zu Gast bei Gitarrist Marcus Armani im Ladenburger Glashaus. Dort endete die dreiteilige "Musik und Talk"-Sommerreihe der IG Jazz Rhein-Neckar - zumindest für dieses Jahr - mit dem aus einer ungarischen Roma-Musikerfamilie stammenden Künstler, der sich unter anderem auch dank seines Duoprojekts mit dem Pianisten und Organisten Jasper van't Hof großer Beliebtheit erfreut.

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Humorvoll in sich ruhend, so wirkt er: Ein sympathischer Typ mit Hut auf dem Kopf hat da Platz genommen in einem der beiden Korbstühle auf der Bühne. Auch der heute in Neu-Isenburg bei Frankfurt wohnende Ausnahmesaxofonist macht rund 50 Zuhörer bei den begehrten "Plattentipps" mit Musikern bekannt, die ihn beeinflusst haben. Damals schon, als der 1958 in Ungarn geborene noch hinter dem "Eisernen Vorhang" lebte. Über Radioprogramme des staatlichen US-Senders "Voice of America" lernte er die Musik von Sonny Rollins, Stan Getz, Gene Ammons und Joe Henderson kennen und lieben, wie er Armani und damit den Zuhörern erzählt.

Nicht die technisch Hochvirtuosen, sondern "Saxofonisten, die eine eigene Stimme in der Jazzgeschichte entwickelt haben", sind für ihn die Größten. Dass er heute selbst dazu zählt und mit Genregrößen zusammenarbeitet, verdankt er seinem Fleiß in jungen Jahren. Eigentlich hätte er Geiger werden sollen wie sein Vater. Doch beim Bruder eines Schulfreunds sah er ein Saxofon, dem er auf Anhieb einige Töne entlocken konnte. Durch täglich bis zu neunstündigem Üben erlangte der Jugendliche so viel Können, dass er einen landesweiten TV-Wettbewerb gewann.

"Okay, Du kannst die Geige weglassen", erkannte da endlich auch der Vater das Talent an. Nach dem Studium am Bela-Bartók-Konservatorium stieg Lakatos 1981 bei Toto Blankes Jazzrock-Formation "Electric Circus" ein - und wurde bald darauf Deutscher. Seit 22 Jahren gehört er zur HR-Bigband. Es gibt ein Saxofon-Modell seines Namens. Einen seiner vielen Erfolge feierte der Saxofonist mit dem Album "Gypsy Colours", das sich aus seinen ungarischen Wurzeln speiste. Was er als Roma vom nationalistisch eingestellten Ministerpräsidenten Ungarns hält und wie Minderheiten unter dessen Regierung seit 2010 diskriminiert werden, deutet Lakatos zumindest an diesem Abend nur an.

Für seine großartigen Live-Soli und Duette mit Armani bei Stücken wie "Douce Ambience" (Django Reinhard) und "Dream Dancing" (Cole Porter) hört Lakatos gleichwohl viel Beifall im Glashaus, wo es mit Unterstützung der Ladenburger Jazzer Graham Jones und Hakan Kallberg sowie der Initiative im Waldpark 2016 möglichst zur zweiten Auflage dieser Serie kommen soll. pj

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 08.10.2015

Das Finale der IG-Jazz-Sommerreihe

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Gäste lauschen angeregt den Worten und Klängen

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Als der in der Region lebende Saxofonist Olaf Schönborn das Rote Album der Beatles in die Höhe hält, geht ein begeistertes "Ah!" durch die Menge. Während der Musiker im Ladenburger Glashaus diese legendäre Hitsammlung der Jahre 1962 bis 1966, die ihm seine Mutter geschenkt hatte, auf den Plattenteller legt, um den wunderbaren Song "In My Life" anzuspielen, erklärt er den rund 50 Besuchern der Sommerreihe "The Other Side of Jazz": "Das zu hören, mit der Melodie, dem Chorgesang, den Harmonien und diesem Cembalo-Solo, war für mich als Kind ein Schlüsselerlebnis."

Mit dem 1967 in Heidenheim an der Benz geborenen Schönborn hatte der Ladenburger Gitarrist Marcus Armani diesmal einen Gesprächspartner zu Gast in der "Musik und Talk"-Reihe der IG Jazz Rhein-Neckar, der selbst den Gastgeber zu überraschen wusste. So hatte Schönborn auf seiner für diese Sommerreihe obligatorischen Plattentippliste einige weitere Popstücke stehen und gestand: "Ich sehe mich als Popmusiker und habe noch als Jugendlicher Jazz gehasst."

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Dabei ist Schönborn heute nicht nur längst ein renommierter Jazzer, sondern sogar Chef der Jazzplattenlabels "Jazz 'n' Arts Records" und "Rodenstein Records", die er zusammen mit Trompeter Thomas Siffling und dem 2007 verstorbenen Mannheimer Jazz-Urgestein Fritz Münzer gegründet hatte: Bei "Rodenstein" sind Alben erschienen wie unter anderem das bei ganz erstaunlicher Akustik im Karlsruher Forschungsreaktor aufgenommene "Inside" von Tobi Hofmann, aus dem Schönborn "Böser Traum" anspielt.

Auch Nicole Metzger hat schon bei diesem Label Musik veröffentlicht. Im Glashaus zählte die Sängerin zu den angeregt lauschenden Gästen, denen Schönborn seine Musik aus der Sicht des Machers und des Verkäufers näher brachte. Vor allem erzählte Schönborn lebendig aus den Anfängen seiner "Musikbeeinflussungskarriere", so dass man sich als Zuhörer damit auseinander setzen konnte. "Unfassbar, wie melodisch Stan Getz Saxofon spielt und wie viel Ausdruck jede Note hat", schwärmt er, nachdem "Doralice" ausgeklungen war. Auch der Softjazzer Grover Washington Jr. hat es ihm angetan.

"Es muss nicht immer gleich Charlie Parker sein", findet der frühere Supertramp-Fan Schönborn, dessen Vater eine alte Klarinette besaß, aus der der Filius aber erst mit 17 einen Ton herausbekam. Sein Lieblings-Altsaxofonist ist und bleibt der 1975 verstorbene Cannonball Adderley: "Er hat so viel Energie, dass es mich jedes Mal flasht beim Hören." Mit einem Titel von Adderley bestand Schönborn die Aufnahmeprüfung an der Mannheimer Musikhochschule. Doch auch in der US-Stadt Phoenix hat er Saxofon studiert und Erfahrungen gesammelt für die Arbeit im Vertrieb. Seine Erkenntnis: "Die Leute müssen mit Jazz in Kontakt kommen können." Freilich standen auch starke Livenummern auf dem Programm, im Duett mit Armani (u.a. "Isfahan", "Maulbeerbaum-Bär" und "Take Five") ebenso wie solistische ("Lover Man"). pj


© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 24.09.2015

Saxophonist Olaf Schönborn im Ladenburger Glashaus

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Musik und Talk mit Olaf Schönborn

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Als Bonbon ein neues Stück live vorab

Neben kurzen Talk-Elementen gab es Livemusik bei Gastgeber und Gitarrist Marcus Armani (l.) im Glashaus: Alexandra Lehmler stellte vorab ein neues Stück vor.


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Immer dann, wenn Alexandra Lehmler zu ihrem Instrument griff, wurde es richtig spannend. Die Mannheimer Saxofonistin war der erste Musik- und Talk-Gast des Ladenburger Gitarristen Marcus Armani in der Sommerreihe "The Other Side of Jazz" (Die andere Seite des Jazz) im Glashaus am Reinhold-Schulz-Waldpark. Die Auftaktveranstaltung der IG Jazz Rhein-Neckar, die jährlich den Neuen Deutschen Jazzpreis auslobt, war mit rund 70 Gästen gut besucht.

Die Musikerin stand hier im Glashaus zuletzt vor drei Jahren auf der Bühne, mit der "Bundesjazzwerkstatt" in Ladenburg. Inzwischen ist die 1979 in Bad Ems geborene Musikerin Jazzpreis-Trägerin des Landes Baden-Württemberg von 2014 geworden und arbeitet an ihrem fünften Album seit 2006, das 2016 erscheinen soll. Spannend: Ein Stück daraus gab es in Ladenburg vorab zu hören, fantastisch live gespielt von Lehmler am Sopransaxofon und dem ebenso virtuosen Armani an der Gitarre.

Die Nummer "Walls For Carlo" ist einem der beiden Lehmler-Söhne gewidmet. Nach Lieblingsplatten gefragt, machte Frau Lehmler, die sich vom französischen Jazz geprägt sieht, die Zuhörer unter anderem mit Franck Tortiller bekannt. Dieser soll als Gastmusiker auf jener geplanten CD zu hören sein. Als Hörbeispiel für diesen französischen Vibraphonisten dient "Kashmir", im Original von der Heavy- und Bluesrocklegende Led Zeppelin gespielt. Die aufregende Jazzversion bot eine Gelegenheit, den musikalischen Horizont zu erweitern.

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"Viele Besucher haben mich mit leuchtenden Augen angesprochen und gesagt: Das ist wie früher, da haben wir auch mit Freunden Platten gehört, uns ausgetauscht und auf neue Künstler aufmerksam gemacht." Armani freut sich über solche Resonanz, denn er "möchte den Besuchern am Ende des Konzerts richtig Lust auf Neues gemacht haben." So waren auch die Listen mit Lehmlers CD-Tipps sofort vergriffen. Auch für Frau Lehmler ist diese Reihe, die am 20. September an Ort und Stelle mit dem Saxofonisten Olaf Schönborn fortgesetzt wird, "eine ganze tolle Sache".


Mancher mag sich an die Talk- und Konzertreihe erinnert fühlen, die der Trompeter Thomas Siffling 2014 im Schwetzinger Schloss gestartet hat. Doch unterscheiden sich die Formate, wie Armani gerne erläutert: "Bei der Reihe von Thomas, einem guten Kollegen aus der IG Jazz, geht es um Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft, die auch Jazz spielen und aus ihrem Leben berichten. Bei uns im Glashaus geht es um herausragende Jazzmusiker, deren Geschichten, Werdegang, Ziele und musikalische Einflüsse."


© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 25.06.2015

Die Sommerkonzerte der IG-Jazz Rhein Neckar

Saxofonistin Lehmler erster Gast


Die Sommerkonzertreihe der IG Jazz Rhein-Neckar unter dem Motto "The Other Side of Jazz" beginnt am Sonntag, 21. Juni, um 17 Uhr im Ladenburger Glashaus. Dort bringt die Mannheimer Saxofonistin Alexandra Lehmler ihre Sicht als Frau in dem Geschäft, also "The Female Side Of Jazz", zum Ausdruck. Die aktuelle CD der 1979 in Bad Ems (Lahn) geborenen Jazzpreis-Trägerin 2014 des Landes Baden-Württemberg heißt "Jazz, Baby!".

Musikalischer Gastgeber ist der Ladenburger Gitarrist Marcus Armani:


Er lädt an insgesamt drei Sommernachmittagen herausragende Persönlichkeiten des deutschen Jazz ins Glashaus am Reinhold-Schulz-Waldpark ein. "Ich möchte gemeinsam mit meinen Gästen Jazz spielen, deren Lieblingsplatten kennenlernen und gemeinsam mit dem Publikum alles fragen, was ich immer schon über diese Musiker wissen wollte", erklärt Armani.

Am Sonntag, 20. September, folgt Saxofonist Olaf Schönborn mit "The Label Side Of Jazz" und am Sonntag, 4. Oktober, Saxofonist Tony Lakatos mit "The Political Side Of Jazz: Der Jazz in Ungarn zur Zeit des Eisernen Vorhangs". Vorverkaufstickets gibt's in der Ladenburger Buchhandlung am Rathaus (Hauptstraße 13). Ein Video zur Veranstaltung ist im Internet unter www.MarcusArmani.de zu sehen. pj

© Mannheimer Morgen, Freitag, 19.06.2015


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Saxophonistin Alexandra Lehmler im Ladenburger Glashaus

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Sommerreihe der IG-Jazz startet

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Marcus Armanis Bilanz fällt „unfassbar positiv“ aus

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Lindenbaum, historisches Gemäuer, die Sebastiankapelle: Dieser Platz an der Ladenburger Wehrmauer bietet viel Flair für Kulturelles. Wenn dann noch bei Sonnenschein ein gelungenes Freiluftkonzert steigt, strahlen alle: Mit ihrem Abschlusskonzert haben die Teilnehmer des 2. Internationalen Jazzworkshops am Sonntagnachmittag über 200 Zuhörer begeistert und den Ruf der Römerstadt auch als Jazzstandort gestärkt.
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Schon an den Seminarabenden zuvor genossen Musikfreunde öffentliche Jamsessions im Glashaus und im Gewölbekeller des Hotels "Zur Krone". Freilich hatte das Dozenten-Konzert in der "Pflastermühle" des Jugend- und Kulturzentrums "Kiste" besonders hohes Niveau: Als die Ladenburgerin Katrin Armani "Save Your Love For Me" sang oder der Mannheimer Schlagzeuger Wolfgang Disch sein Solo mit Humor sowie Können vortrug, da wussten die rund 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland, Österreich und England endgültig, dass sie am richtigen Platz waren.

"Dieser Workshop zeigt, dass Ladenburg ein gutes Pflaster für die vielfältige Tonalität des Jazz ist", findet Rainer Döhring vom "Kiste"-Trägerverein. Dessen Vorstandsmitglieder Sina Fuchs, Chris Friedmann und Thorsten Scharbert hatten sich ebenso stark für die Gäste engagiert wie das "Krone"-Team und die Workshop-Teilnehmer Graham Jones (Schlagzeug) und Hakan Källberg (Gesang) im Glashaus.

"Ladenburg-Blues" selbst getextet


"Unfassbar positiv" fällt gestern auch die Bilanz von Marcus Armani aus. Am Tag danach ist der Gitarrist als einer von insgesamt neun Dozenten aus der Region und Workshop-Organisator neben dem Leutershausener Saxofonisten Nicolai Pfisterer lediglich stimmlich etwas angeschlagen: An vier Tagen vor größeren Gruppen zu reden, das greift die Stimme freilich an. "Glücklicherweise waren vier von zehn Teilnehmerinnen des Gesangskurses meiner Frau Logopädinnen und haben mir Tipps für die Stimmbänder gegeben", erzählt Armani.

Eine dieser hilfreichen Frauen ist Nikola Gutberlett aus dem rheinhessischen Stadecken-Elsheim. Sie eröffnete als Sängerin in der Combo von Drummer Disch das Abschlusskonzert mit "Summertime" und bestritt damit ihren ersten größeren Auftritt. Außerdem eroberte die Gesangsklasse von Frau Armani die Publikumsherzen mit dem witzig selbst getexteten "Ladenburg-Blues" aus einer Kompositionsübung.

"Der Workshop war super gut organisiert, und Ladenburg ist eine nette, schöne Stadt mit freundlichen Einwohnern", sagt Sängerin Gutberlett. "Meine Erwartungen wurden übertroffen", berichtet erfreut der Frankfurter E-Bassist Mario Ricketts. Sein Duopartner und Gitarrist Jonas Vogt war bereits 2014 Teilnehmer und hatte ihn diesmal gleich mit angemeldet. "Besonders toll war, dass für jede Leistungsstufe etwas dabei war", sagt Ricketts, der als Anfänger ebenso gut mitkam wie die elfjährige Saxofonistin Svenja (Mannheim) und der 13-jährige Pianist Malte (Ladenburg) sowie fünf weiteren Musikern aus dem Jugendjazzensemble Ladenburg als jüngste Teilnehmer.
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Dennoch wollen Armani und Pfisterer das Angebot für die dritte Auflage in den Pfingstferien 2016 ausweiten: "Die Harmonielehre auf verschiedenen Levels war ein Riesenerfolg, aber ebenso großen Bedarf gibt es auch an Kursen in Rhythmik." Weitere Dozenten: Heiko Hubmann (Trompete), Garrelt Sieben (Posaune), Volker Engelberth (Piano), Martin Simon (Bass) und Paul Stoltze (Saxofon).

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 09.06.2015

Swing liegt noch bis Sonntag in der Luft

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Gestern, kurz nach neun Uhr am Morgen: Vor dem Domhofsaal stapeln sich Taschen und Instrumentenkoffer. Ihre Besitzer haben im Saal selbst Platz genommen - rund 100 Musiker aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland. "Ich bin überwältigt", freut sich Nicolai Pfisterer. Der Leutershausener Saxofonist hat zusammen mit dem Römerstadt-Gitarristen Marcus Armani den 2. Ladenburger Jazz-Workshop auf die Beine gestellt.
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Ein erster Höhepunkt soll das Konzert der neun Dozenten am heutigen Freitag sein. Es findet um 19 Uhr in der "Pflastermühle" des Jugend- und Kulturzentrums "Kiste" statt. Bis Sonntagnachmittag erweitern die Profijazzer aus der Region den musikalischen Horizont der Teilnehmer. Um 16 Uhr treffen sich dann alle zum großen Abschlusskonzert vor der Sebastiankapelle. "Ich möchte über meinen Tellerrand hinausschauen und finde es sehr gut, dass zum Beispiel Harmonielehre und Gehörbildung dabei sind", erklärt Mario Ricketts. Da der Frankfurter erst seit vier Jahren E-Bass spielt, erhofft er sich auch neue Impulse für seine Zusammenarbeit mit einem Gitarristen und das geplante Mitwirken in Jazzformationen. Denn auch Ensembleunterricht gibt's täglich in Domhof, Dalberg-Schule und "Pflastermühle".

"Ich habe mir bewusst einen Workshop ausgesucht, bei dem Deutsch gesprochen wird", erklärt der englische Schlagzeuger Mohan Maghera, der aus der Nähe von Luton kommt. Der Ingenieur hat vor zehn Jahren in München und Dresden gearbeitet. "Ich möchte meine Sprachkenntnisse auffrischen und dies mit meinem Hobby kombinieren: Der täglich mehrstündige Instrumentalunterricht interessiert mich hauptsächlich", sagt Maghera astrein auf Deutsch. Er hatte auch ein Sommerseminar in Berlin im Auge gehabt. Aber Ladenburg war für ihn mit dem Auto besser erreichbar.
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"Außerdem dachte ich, Anfang Juni wird es noch nicht so heiß", sagt Maghera schmunzelnd und zupft angesichts der vorhergesagten Temperaturen an seinem Hemdkragen. Mit Graham Jones nimmt ein weiterer Engländer am Schlagzeug-Unterricht des Mannheimers Wolfgang Disch teil. Mister Jones wohnt aber in Ladenburg. Er hatte als Jugendlicher dem Beat gefrönt. Nach 35-jähriger Pause sitzt er jetzt auf dem Schlagzeughocker der Bürger-Jazzcombo, die Organisator Armani bei der Eröffnung ebenso hervorhob wie sein Jugendjazzensemble und den Sommerjazz im Glashaus ab 21. Juni.
"So etwas findet man nicht überall", sagte Armani auch unter Hinweis auf die Zusammenarbeit mit dem Hotel "Zur Krone". In dessen Gewölbekeller findet am Samstagabend um 19 Uhr eine Jamsession statt. Dass dieser Workshop "ein Gewinn für alle" sei, daran ließ Musikfreund Martin Schmollinger bei der Begrüßung keinen Zweifel. Als Bürgermeister-Stellvertreter sagte er auch für künftige Auflagen die Unterstützung der Stadt zu und wünschte "allen, dass Sie am Sonntag sagen können: Das war wieder ein tolles Ding in Ladenburg."


© Mannheimer Morgen, Freitag, 05.06.2015

Jazz gab vier Tage den Ton an

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Portrait des Ladenburger Jugend-Jazzensemble

Erster „Gig“ steigt in der Gerberstiege


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Von unserem Mitarbeiter Peter Jaschke

"Jazz ist nicht tot, er riecht nur komisch." Diesen provokanten Satz hat der 1993 verstorbene Jazzrock-Gitarrist Frank Zappa schon Mitte der 70er Jahre bei einem legendären Liveauftritt in New York geäußert. Was Zappa damit meinte, gilt bis heute. "Jazz muss sich frisch halten und Nachwuchsförderung betreiben, sonst stirbt ihm das Publikum weg", weiß der Ladenburger Musiker Marcus Armani. Was den Nachwuchs betrifft, so haben dieser Gitarrenvirtuose und seine Wahlheimat derzeit gute Karten: Gründete Armani doch 2014 mit zehn Talenten das Jugendjazzensemble Ladenburg.

Dienstags unterm Dach


Diese vielversprechende Formation ist aus dem Jazzworkshop hervorgegangen, den Armani mit seiner Frau Katrin Armani und Kollegen im vergangenen Frühjahr erstmals in Ladenburg angeboten hatte. "Damals haben die Jugendlichen gemeinsam im Ensemble gespielt, sich kennengelernt, Freundschaften geschlossen und waren traurig, als der Workshop zu Ende war", erzählt Armani vor der jüngsten dienstäglichen Probe im Dachgeschoss des Jugend- und Kulturzentrums "Kiste".

Bei Bürgermeister Rainer Ziegler hatte Armani auf Anhieb ein offenes Ohr gefunden mit der Idee, den jungen Leuten weiterhin und regelmäßig ein Forum zu bieten, um ihr Talent auszubauen. Ziegler sprach mit Rainer Döhring vom "Kiste"-Trägerverein, der ebenfalls gleich Feuer und Flamme war.

"Dass Rainer Döhring uns hier so unfassbare Möglichkeiten eröffnet, hätte ich nie gedacht", zeigt sich Armani hocherfreut über den Kollegen aus dem Rock- und Pop-Fach: Döhring erweise sich als "Freund der Jugendmusikförderung" und unterstütze das Jazzensemble mit Equipment, "wie man es sich besser nicht wünschen kann". Armani selbst hat indes den Nachholbedarf bei der Jazzförderung im Combo-Bereich erkannt und scheut keine Mühen, diese Lücke zu schließen.

"Zum Einen fehlte bislang das Knowhow im Bereich Ensemble-Coaching, zum Anderen müssen viele Stücke extra für die Jugendlichen umgeschrieben und arrangiert werden, damit es für die jungen Musiker spielbar ist und das kostet sehr viel Zeit, die ich aber gerne investiere", erklärt Armani, der als Profi um die Herausforderungen weiß, mit denen der Jazz heute konfrontiert ist. Ein Grund dafür ist, dass Jazz "eine sehr komplexe Musik ist, die dem Spieler alles abverlangt und manchen Zuhörer überfordert".

Doch beim Ladenburger Jugendjazzensemble läuft es wie geschmiert. "Mittlerweile haben wir ein Repertoire von sieben Stücken mit improvisierten Soli, die sich auch noch gut anhören. Das ist eine enorme Leistung", zeigt sich Armani begeistert von den bisherigen Ergebnissen. "Außerdem genieße sich die gute Stimmung und das lockere, aber dennoch konzentrierte Proben", fügt Armani hinzu. Seine Ansprüche sind gleichwohl hoch: "Die jungen Musiker müssen spontan, variabel sowie kommunikativ zugleich sein und stets die Harmonien des Stückes vorausdenken, während sie darüber improvisieren." Um es Laien besser zu beschreiben, verwendet Armani ein Bild: "Das ist ein wenig wie Schachspielen, während man auf einem Einrad sitzt, das auf einem Barren steht."

Was Jugend zu Jazz sagt


Stimmen von Musikern des Jugendjazzensembles Ladenburg:

Finn Orlando Jülicher (E-Bass): "Durch das Jazzensemble bin ich schon ein sehr viel besserer Bassist geworden: Man muss alle Töne kennen, in allen Lagen spielen können und sich rhythmisch zurechtfinden, um nicht 'rauszufliegen."

Jonas Rupp (Trompete): "Jazz habe ich durch meinen Vater kennengelernt. Er hat mir Kind Of Blue von Miles Davis vorgespielt, und ich war begeistert. Das war mein Einstieg in diese Musik. Im Jazzensemble lernen wir alles auch mit der Theorie von der Pike auf, das ist toll."

Till Ture Jülicher (Kornett): "Die größte Herausforderung ist das Improvisieren: den Akkordfolgen zuvor zu kommen und ihnen nicht hinterher zu rennen."

Jonas Kuhlmann (Gitarre): "Interaktion zwischen den Musikern ist das Tolle am Jazz. Ich komme aus der Klassik, wo man die Werke sehr lange studiert und zum Schluss den Klang des Komponisten genießen kann, der sich auch sehr viel Zeit beim Komponieren genommen hat. Beim Jazz geht es mehr um den Moment, ums Loslassen und Improvisieren. Ich mag aber beide Welten!"

Merle Thoma (Altsaxofon): "Im Pop-Bereich kann man vielleicht schneller Fortschritte erzielen als im Jazz, wo es länger dauert, bis die Band zusammen gut klingt, das ist am Anfang echt gewöhnungsbedürftig. Dafür hat im Jazz jeder Einzelne mehr Freiheiten, aber auch mehr Verantwortung."

Meta Lu Jülicher (Altsaxofon):
"Beim Improvisieren auch auf das zu reagieren, was die Rhythmusgruppe spielt, ist für mich die größte Herausforderung. Auf jeden gleichermaßen zu hören, ist das Wichtigste." pj

Jugend-Jazz_Ensemble-LadenburgIn diesem Sinne besteht Armanis Jugendjazzensemble im ersten Jahr aus den folgenden 13- bis 17-jährigen "Artisten" unter anderem aus Ladenburg, Neckarau, Altenbach und Heppenheim: Sara-Florentine Milcent (Gesang, Landesgewinnerin "Jugend musiziert" 2015 in der Sparte Musical-Gesang), Jonas Rupp (Trompete), Till Ture Jülicher (Kornett), Meta Lu Jülicher (Altsaxophon), Merle Thoma (Altsaxophon), Felix Mitgau (Gitarre), Jonas Kuhlmann (Gitarre, Landesgewinner "Jugend musiziert" 2015 in der Sparte Klassische Gitarre), Finn Orlando Jülicher (E-Bass ), Malte Glombitza (Piano) und Jonathan Gom (Schlagzeug). Neue Gesichter sind willkommen. Gesucht werden 14- bis 17-Jährige, die Tenorsaxofon oder Posaune spielen.
Auftritt beim Altstadtfest

Die genannten zehn Nachwuchstalente sind bereits beim "Lebendigen Adventskalender" Ende 2014 in der "Kiste", auf einer Jamsession im "Cave 54" in Heidelberg und bei einer der Ladenburger Glashaus-Sessions aufgetreten. Der erste größere Gig steht gemeinsam mit der Ladenburger "Bürger-Jazzcombo" am Altstadtfest-Samstag, 12. September, von 15 bis 17 Uhr in der Ladenburger Gerberstiege bevor.


© Mannheimer Morgen, Samstag, 30.05.2015

"Konzert mit den hervorragenden Instrumentalisten Marcus Armani an der Gitarre und Sängerin Katrin Armani"

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Konzert: Das Duo Armani erzählt im Leutershausener Olympia-Kino die Geschichte der Pannonica mit Worten und Musik

Besondere Beziehung in besonderer Zeit


LEUTERSHAUSEN. Wenn schwarze Jazzmusiker der Nachkriegsjahre Dutzende Lieder zu Ehren einer weißen Baronin schreiben, dann ist das eine Geschichte wert. Die Geschichte der Pannonica Baronesse de Koenigswarter, geborene Rothschild, erzählte das Jazz-Duo Armani mit Worten und Klängen und entführte das Publikum des Olympia-Kinos in die Wiege des Modern Jazz in die Vereinigten Staaten von Amerika.

Jam-Sessions im Hotel


Die „Jazz-Baronesse“ engagierte sich in New York für die schwarzen Jazz-Musiker in der vom Rassismus geprägten Gesellschaft der USA der Nachkriegsjahre. Sie war mit ihrer Luxus-Limousine in den Schwarzenvierteln unterwegs, unterstützte Musiker und ihre Familien finanziell und mit Lebensmitteln, half bei juristischen Schwierigkeiten, vermittelte Auftritte und Plattenverträge und sorgte in ihrer Hotelsuite im Stanhope-Hotel in der Fifth Avenue für viele Jazz-Jam-Sessions, was ihrem Ruf als royaler Nachkomme ganz und gar nicht zugutekam. Eine ganz besondere Beziehung unterhielt sie zu Thelonious Monk, der als Mitbegründer des Bebop-Jazz gilt.

Das Duo Armani, bestehend aus den beiden hervorragenden Instrumentalisten Marcus Armani an der Gitarre und Sängerin Katrin Armani, widmete den größten Teil ihres Auftritts im Lichtspieltheater den Werken des introvertierten wie exzentrischen Jazz-Pianisten und Komponisten und startete in das Programm mit dessen sanfter Komposition „Around Midnight“ – jenem Lied, das gespielt wurde, als nach dem Tod der Baronesse ihre Asche im Hudson River bei New York verstreut wurde, wie es ihr letzter Wunsch war. Schließlich sei es auch dieses Lied gewesen, dass die Baroness, die als Widerstandskämpferin in Frankreich gegen das NS-Regime gekämpft hatte und dann nach Mexiko geflohen war, 1952 nach New York kommen ließ, um in die Welt der Jazz-Clubs einzutauchen.

Katrin Armani ließ das Leben der Baroness Revue passieren. In ihren informativen und unterhaltsamen Ansagen der einzelnen Stücke. Zwei Jahre später lernte Pannonica bei einem Konzert in Paris den von ihr verehrten Musiker kennen, einen Moment, den die beiden Musiker mit dem Stück „April in Paris“ von Verone Duke in Szene setzten. Ein Lied, in dem Marcus Armani seine Fingerfertigkeit als Jazz-Gitarrist unter Beweis stellte, mit einer gekonnten Mischung aus Rhythmus. und Solo-Gitarren-Einlagen.

Dass eben diese weiße reiche Adlige und ihr Miteinander mit den schwarzen Musikern und ihrer Kultur großen Eindruck hinterließen, dafür sind die gesellschaftlichen Gegebenheiten der damaligen amerikanischen Apartheid zu berücksichtigen, die es Farbigen wohl erlaubte, in Hotels und Gaststätten zu musizieren, die sie als Publikum jedoch aufgrund ihrer Hautfarbe nicht besuchen durften. Eines von etlichen Liedern bekannter Jazzgrößen das „Nica“ gewidmet war, hat Horace Silver geschrieben und es „Nica’s Dream“ genannt.

Die Gründe für den Wandel der Frau von Hof zur Hipster-Ikone beschrieb Katrin Armani in dem für die Baroness gewidmeten Monk-Stück „Panonnica“ und dem flotten Bebop-Titel „In walked Bud“. Die Einschränkungen, die sich Panonnica im höfischen Umfeld unterziehen musste und die strikten Regeln, seien für sie Motiv gewesen, aus dieser Welt auszubrechen. Ganz anders das Leben in New York, das auch seine Schattenseiten hatte. Alkohol, Marihuana und Heroin waren
schon damals die ständigen Begleiter vieler Musiker. So kam es zum Skandal, als im Alter von 34 Jahren der legendäre Musiker Charlie Parker in der Hotelsuite der Baroness seinem Drogenmissbrauch erlag. Der Song den Parker seinem Drogen-Dealer „Moose“ gewidmet hatte, „Moose the mooch“, zeugte auch von dem im Gegensatz zum gemächlichen Musikvorgänger Swing schnellen fast hektischen Charakter der ebenfalls von Parker geprägten Bebop-Musik.

Für Monk ins Gefängnis


Die Drogen wurden Monk ebenfalls fast zum Verhängnis, der seine Cabaret-Card, einer Art Arbeitserlaubnis für Musiker, wegen des Fundes illegaler Substanzen verlor. Zwei Jahre lang ließ Koenigswarter ihre Kontakte spielen, bis das Papier wieder zugewiesen wurde. Als dasselbe Dilemma wenige Jahre später erneut die Karriere Monks bedrohte, ging sie sogar zwei Jahre ins Gefängnis für ihn, weil sie behauptete die Suchtmittel gehörten ihr selbst. „Reflexions“ ein weiteres Stück aus der Feder Monks, wartete mit ruhiger, sanfter Melodieführung auf und gab Raum für ein wunderschönes Vokalisten-Solo, bei dem Armani nicht mit Text, aber mit phonetischem Material zu den Gitarren-Akkorden fantastisch zu improvisieren wusste.

Die letzten neun Jahre im Leben Monks lebte er, schwer an Schizophrenie und Depression erkrankt, mit der Förderin zusammen in einem Haus und insgesamt 309 Katzen. „Das Einzige, was ich mir vorwerfe, ist, dass ich nicht in der Lage war, Thelonius Monk zu retten“, soll die Jazz-Baronesse vor ihrem Tod im Jahr 1988 gesagt haben. Das Duo Armani zauberte mit ihren hohen musikalischen Fertigkeiten und viel Liebe die Geschichte einer besonderen Beziehung in besonderen Zeiten auf die Bühne, die sich wirklich höen lassen konnte. uf

Mannheimer Morgen vom 13.5.2015

"Publikum ging beim Konzert von Anfang an begeistert mit und sparte nicht mit Applaus."


Duo Armani bringt musikalisches Porträt auf die Bühne


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RNZ vom 10.5.2015

"Marcus Armani gründet Ladenburger Bürger Jazzensemble"

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"Jazzbaroness im Olympia Kino"

Jazzwochenende im Olympia Kino Leutershausen


Am Freitag, den 8. Mai 2015 mit Katrin Armani (Gesang) und Marcus Armani (Gitarre) und ihrem unvergesslichen Duo-Programm "PANNONICA - Die Jazzbaroness und die Musik von Thelonious Monk"
Konzertbrginn ist um 20:00 Uhr und der Eintritt beträgt € 15, Ermäßigt € 13.
Am Sonntag, den 10. Mai 2015 dann der Film zum Konzert: ´Round Midnight. Filmberinn ist 20:15 Uhr und der Eintritt beträgt € 5.

PANNONICA - Die Jazzbaroness


"Es ist die größte Liebesgeschichte des Jazz. Als die Baronin Pannonica de Koenigswarter, geborene Rothschild, einen Freund in New York besucht, spielt dieser ihr eine Aufnahme des Titels ´Round Midnight von Thelonious Monk vor und Panonnica verliebt sich Hals über Kopf in den ihr zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannten Pianisten. Sie beschließt daraufhin, nicht zu ihrer Familie und den fünf Kindern zurückzukehren, sondern im New York der Nachkriegszeit nach diesem Pianisten zu suchen. Als sie Monk, seinerseits ebenfalls verheiratet, schließlich ausfindig macht, entwickelt sich eine außergewöhnliche Beziehung zwischen ihnen, um die sich viele Legenden ranken und in welcher Legendäres geschah. Die reiche Pannonica entwickelt sich nebenbei zur ersten Mäzenin des Jazz, ist in allen Clubs und mit allen Cats, wie sich die Jazzmusiker dieser Zeit nennen, bestens bekannt und die Verehrung ist gegenseitig. Viele der großen Jazzmusiker wie Horace Silver, Kenny Dorham, Tommy Flanagan und natürlich Monk selbst widmen Pannonica daraufhin eigene Kompositionen. Freuen Sie sich auf einen Abend mit Katrin Armani (Gesang) und Marcus Armani (Gitarre), einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte, Episoden aus dem Leben Pannonicas und natürlich der Musik von Thelonious Monk und all ihrer Verehrer."

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Jazz im Herbst 2014 - Starke Akzente und hohes Niveau

"Vorrangig überzeugte der Abend durch sein hohes und ansprechendes künstlerischen Niveau und durch starke Akzente."


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Begeisternder Streifzug durch die Traumfabrik

Mit ihrer "Jazz im Herbst" -Reihe, diemal aus der Traumfabrik, begeisterten Armani² erneut ihr Publikum im voll besetzten Domhofsaal.

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© Ladenburger Zeitung vom 10.10.2014

Armani² bringt „The Sound of Hollywood“ grandios zum Klingen

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Stimmungen von rührend bis rockig


Das Ladenburger Duo "Armani²", also Gitarrist Marcus und Sängerin Kathrin Armani, begeisterte sein Publikum mit "100 Jahre Jazz der Traumfabrik Hollywood".



Ein Glanzlicht reihte sich an das nächste bei der jüngsten Auflage von "Jazz im Herbst" mit dem Ladenburger Musikerehepaar Kathrin und Marcus Armani. Nach "Pannonica: Die Jazzbaroness und die Musik von Thelonious Monk" im Vorjahr widmete sich das Duo "Armani²" diesmal Filmsongs. "The Sound of Hollywood - 100 Jahre Jazz der Traumfabrik" hieß das sorgfältig konzipierte und virtuos dargebotene Programm mit ebenso historischem wie musikalischem Anspruch vor knapp 100 Zuhörern im Domhofsaal.

Von rührend bis rockig reichte die Palette der Stimmungen bei Songs wie My Romance (Film "Jumbo", 1962) und When You Whish Upon A Star ("Pinocchio", 1940). Unter anderem bei Letzterem kam Kathrin Armanis geschulte Stimme besonders schön zum Tragen: Klar und kraftvoll sowie sicher in allen Tonlagen. Ebenso gekonnt, ja virtuos wie auch ihr Scat-Gesang: das Gitarrenspiel von Ehemann Marcus. Beide haben schon bei den Ladenburger "MorgenJazz"-Konzerten 2013 und 2014 auf dem Marktplatz begeistert und inzwischen viele Fans.

Alle dargebotenen Stücke gehörten zu Filmsoundtracks aus verschiedenen Epochen bis heute. Mit "Sweet Home Chicago" vom großen Robert Johnson gab´s sogar einen Blues zu hören. Der Song des Deltablues-Kings und Vorbilds vieler Rockgitarristen war im 1986er US-Roadmovie "Crossroads - Pakt mit dem Teufel" zu hören. Originell: Beim mehrdeutigen Beatles-Titel "Lucy In The Sky With Diamonds" spielte Dr. Paul Jülicher, ein Ladenburger Naturwissenschaftler und Vater mehrerer jazzbegeisterter Armani-Schüler, eine Sprechrolle im Domhof.

Auch Kathrin Armani las vor, und zwar Gedanken, die Zuhörer vor dem Konzert zu Papier gebracht hatten: Wer mochte, durfte eingangs aufschreiben, was ihm gute Laune macht. Die zur Musik eingestreuten Besucherzitate passten freilich zu "My Favourite Thing" (meine Lieblingsbeschäftigung) aus dem Musical-Film "The Sound of Music".

Zu weiteren Höhepunkten zählten Stücke, bei denen Gitarrist und Sängerin die Methode "Live Looping" anwendeten. Dabei kam ein Effektgerät zum Einsatz, das eingangs der Darbietung aufgenommene Töne in Endlosschleife (Loop) wiederholt. Darüber improvisierten beide abwechselnd, was die klanglichen Möglichkeiten des Duos erweiterte und zu ausdrucksstarken Akzenten führte.

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 07.10.2014

Große Vorfreude auf den 3. Oktober 2014 und "Jazz im Herbst"

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LAZ vom 19. September 2014

Größen der Szene am Start

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Größen der Szene am Start


Ladenburg: „MorgenJazz“ am Samstag als Höhepunkt eines viertägigen Workshops

Von unserem Mitarbeiter Peter Jaschke

Ein einzigartiges Ereignis erwartet am Samstag, 21. Juni, jazzbegeisterte Musiker und Zuhörer aus der ganzen Region: Beim diesjährigen Ladenburger Konzert aus der Reihe "MorgenJazz" verschmilzt nämlich von 11 bis 14 Uhr auf dem Marktplatz das achtköpfige Dozenten-Team eines insgesamt viertägigen Jazzworkshops in der Römerstadt zum "Ladenburger Jazzkollektiv".

Die Idee dazu hatte das Ladenburg-Hirschberger Duo aus Marcus Armani (Gitarre) und Nicolai Pfisterer (Saxofon). Armani hatte zusammen mit seiner Frau Katrin 2013 schon die Premiere von MorgenJazz in Ladenburg begeisternd bestritten. Die hinreißende Ladenburger Sängerin leitet ebenso einen der Lehrgänge am verlängerten Wochenende von Donnerstag, 19. Juni, bis Sonntag, 22. Juni. Zu diesem Seminar werden über 60 Teilnehmer aus nah und fern erwartet.

Am Samstag bilden außer den genannten Musikern auch der Mannheimer Pianist Volker Engelberth sowie Heiko Hubmann (Trompete), Garrelt Sieben (Posaune), Martin Simon (Bass) und Wolfgang Disch (Schlagzeug) das "Ladenburger Jazzkollektiv". Damit präsentieren sich von 11 bis 14 Uhr acht Größen der regionalen Szene auf dem Marktplatz der Römerstadt. Sie bieten ein abwechslungsreiches Programm mit Gesangsstücken wie "Fly Me To The Moon", Bebop-Werken von Dizzy Gillespie und Charlie Parker ("Moose The Mooche"), Funknummern u. a. von Jaco Pastorius sowie verjazzte Beatles-Songs. Jeder Musiker soll seine Lieblingsstilistik einbringen.

„MorgenJazz“ in Ladenburg

Die Veranstaltung findet am Samstag, 21. Juni, von 11 bis 14 Uhr auf dem Marktplatz statt, der Eintritt ist frei.
Eine Mitarbeiterin des MorgenForums steht in dieser Zeit für Fragen rund um Abo, Vertrieb und und Anzeigen zur Verfügung.
"MM"-Redakteur Dr. Klaus Backes ist als Ansprechpartner der Redaktion vor Ort. red

Weitere Termine des Workshops: Am Donnerstag, 19. Juni, endet der erste Seminartag mit einem Konzert um 20 Uhr in der "Pflastermühle". Eine zweite Jamsession findet am Freitag, 20. Juni, um 20 Uhr im Glashaus am Waldpark statt. Am Sonntag, 22. Juni, verabschieden sich die Werkstatt-Ensembles mit einem Abschlusskonzert um 16 Uhr an der historischen Wehrmauer (Lustgartenstraße) aus Ladenburg. Der Eintritt ist stets frei.



© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 18.06.2014

Geneigtes Publikum feiert Solo um Solo

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Geneigtes Publikum feiert Solo um Solo


Ladenburg: Achtköpfiges Dozenten-Kollektiv begeistert beim „MorgenJazz“ über 400 Zuhörer auf dem Marktplatz / Ziegler lobt Musiker-Seminar und „MM“-Konzertreihe

Von unserem Mitarbeiter Peter Jaschke

Acht hervorragende Solisten und ein ebenso abwechslungsreiches wie anspruchsvolles, aber zugleich eingängiges Programm: Das "Ladenburger Jazzkollektiv" hat am Samstag beim dreistündigen "MorgenJazz" auf dem Marktplatz der Römerstadt zeitweise über 400 Zuhörer begeistert. Das fachkundige Publikum saß auf Bierbänken, auf den Stufen des Marienbrunnens und füllte bei perfektem Openair-Wetter neben Stehplätzen auch die umliegenden Straßencafés. Solo um Solo wurde mit gebührendem Applaus gefeiert.

"Es geht aber auch nicht besser. Kunst kommt eben doch von Können", findet mit Rudolf Klee einer der Mitbegründer der einst noch lebendigeren Ladenburger Jazzszene lobende Worte für den Auftritt des Oktetts, das die Qualitäten großer Bigbands und kleinerer Combos glänzend vereinte. "Es ist gefällig, aber nicht kommerziell, und kommt von Herzen", freut sich Klee. "Echt klasse", schnalzt Reinhard Schneider mit der Zunge, nachdem Spitzengitarrist Marcus Armani und Saxofon-Ass Nicolai Pfisterer das erste von drei Sets mit einer verjazzten Version von "Lucy In The Sky With Diamonds" (The Beatles) bravourös beendet hatten.

"Jazz passt zu Ladenburg." Was Bürgermeister Rainer Ziegler im "Mannheimer Morgen" vor dem 1. Jazz-Workshop unter der Regie von Armani (Ladenburg) und Pfisterer (Hirschberg) gesagt hatte, können die Organisatoren am Samstag nur unterstreichen: "Das ist eine ganz tolle Veranstaltung", sagt Armani. Er und sieben weitere Seminardozenten bildeten das "Ladenburger Jazzkollektiv". Der Gitarrist würdigte die Konzertreihe der Tageszeitung ebenso wie Zieglers Engagement für den Workshop mit über 60 Teilnehmern aus nah und fern, darunter viele junge Musiker aus Ladenburger Schulen und der Stadtkapelle.

Beispielgebend: Die 16-jährige Nachwuchssängerin Sara-Florentine Milcent lebt in Mannheim-Neckarau und hat ebenfalls am Jazzseminar teilgenommen. Auch sie ist begeistert: "Das Lehrerkonzert des Jazzkollektivs ist echt toll. Es macht Spaß, den Profis zuzusehen. Da schaut man sich schon etwas ab, zum Beispiel, wie man mit der Stimme toll improvisieren kann." Man lerne durchaus auch beim Zuhören etwas dazu, pflichtet ihr die junge Ladenburger Saxofonistin Meta Jülicher (15) bei.

Geschenkt: Die Ladenburger Schüler Jonas Rupp (13) und Marius Berlinghof (16) gehören ebenfalls zu den Teilnehmern des Jazz-Workshops, dessen Dozenten das "Ladenburger Jazzkollektiv" gebildet haben: "Es ist echt gut: Die können mit ihren Instrumenten umgehen und spielen gut zusammen", sagt Saxofonist Marius. "Das Konzert gefällt mir gut, weil die Musiker so perfekt harmonieren", erklärt Jungtrompeter Jonas und führt aus: "Besonders Heiko Hubmann überzeugt mich." Hubmann spielte Trompete und Flügelhorn. Jonas hatte das Seminar von seinem Vater geschenkt bekommen, der früher bei Funk- und Jazzbands aktiv war.

Verwandtenbesuch: Aus Bruchsal ist Anne Köhrer zum Konzert des "Ladenburger Jazzkollektivs" gekommen. Die 16-jährige Sängerin hat eine Tante in Ladenburg, die wiederum die Sängerin und Dozentin Katrin Armani kennt. Als Anne von dem parallel laufenden Jazz-Workshop des Ehepaars Armani und weiterer Jazzgrößen aus der Region hörte, war sie gleich Feuer und Flamme. "Ich habe bisher nur klassisch gesungen und hier in Ladenburg viel gelernt. Ziemlich cool finde ich auch, dass beim Dozenten-Konzert so viele Leute da sind."

"MorgenJazz belebt Stadt"

"An vielen Orten in unserer Stadt wird Musik gemacht und wird auch Jazz gemacht", gibt Bürgermeister Ziegler das Kompliment an örtliche Akteure und "Keimzellen" weiter. Im Gespräch gestand Ziegler, dass er jenen mehrtägigen Jazz-Workshop gerne wieder in der Stadt begrüßen würde. "Da werden junge Leute aus Musikschule und Bläserklassen an den Jazz herangeführt", erklärt das Stadtoberhaupt. Der "MorgenJazz", der bereits zum zweiten Mal auf dem Marktplatz stattfand, belebe die Stadt löblicherweise. Ansprechpartner für unsere Leser waren "MM"-Redakteur Dr. Klaus Backes und MorgenForum-Mitarbeiterin Dagmar Wolf.

"Die Atmosphäre hier auf dem Marktplatz mit seiner malerischen Kulisse ist berauschend. Und was hier Jazzer aus der Umgebung sind: toll", bringt es Freizeitmusiker Kurt W. Zepf auf den Punkt. Sein Urteil über das "Jazzkollektiv"? "Das dürfte das Glanzlicht dieser Reihe sein: So etwas bekommt man heute selten zu hören, eine volle Besetzung mit drei Bläsern, und dann noch in dieser Qualität."

Einen der vielen Höhepunkte bestritt Heiko Hubmann mit seinem wunderbaren Solo am Flügelhorn bei "Dear Jackman", einem Stück aus der Feder von "Kollektiv"-Posaunist Garrelt Sieben. Diese Klänge trugen die Zuhörer förmlich fort. "Mir gefällt der Stil: Dieser eher lyrische Jazz ist mir sehr recht", sagte Ziegler zum Programm, das von Bebop und Bigband-Swing über Hard-Bop und Funk bis hin zu Beatles- und Filmsongs ein überaus vielfältiges Repertoire mit einigen US-Nummern aus den 30er Jahren bot. "Das kommt unheimlich gut an, bei jungen und bei Älteren", hat die Ladenburgerin Anne Sielski beobachtet, deren Mann als Trompeter ebenfalls an der Jazzwerkstatt teilgenommen hatte.

Walter Sielski war sich als Zuhörer mit seinem früheren Bandkollegen Jürgen "Blacky" Schwarz einig: "Heiko Hubmann hat hier ganz toll gespielt und zählt zur Reihe großer Schüler von Jazzprofessor Stephan Zimmerman." Jubel riefen aber auch der großartige Gesang von Katrin Armani und die schönen Beiträge von Volker Engelberth (Piano), Martin Simon (Bass) und Wolfgang Disch (Schlagzeug) bei den Jazzfans im Publikum hervor.



© Mannheimer Morgen, Montag, 23.06.2014

Abschlusskonzert des Ladenburger Jazzworkshop

„Einige intonieren schon astrein“


Ladenburg: Abschlusskonzert des 1. Jazz-Workshops

Die Teilnehmer des 1. Jazz-Workshops von Marcus Armani und Nicolai Pfisterer in Ladenburg haben erfolgreich die Früchte ihrer viertägigen Seminararbeit geerntet. Die historische Wehrmauer am Ende der Lustgartenstraße gab die perfekte Kulisse für ihr Abschlusskonzert ab. Rund 250 Zuhörer zeigten sich begeistert von den sechs Ensembles. Diese präsentierten eigens arrangierte Standards wie "Moonglow", die zuvor im Unterricht mit insgesamt acht Dozenten erarbeitet worden waren.

Unter anderem mit einer groovenden Funknummer von Maceo Parker verabschiedeten sich auch echte Könner von den Zuhörern, die über zwei Stunden lang hingebungsvoll lauschten. Doch vor allem dem vielköpfigen Jazz-Nachwuchs flogen die Herzen zu. So ließ Sängerin Sona mit ihrer tollen Stimme aufhorchen. "Diese jungen Leute würden wir gerne bei unseren Jamsessions im Ladenburger Glashaus wiedersehen", zeigte sich Jazzfan Graham Jones angetan: "Einige intonieren schon astrein."

Trompetencoach Heiko Hubmann war beeindruckt von der "sehr guten musikalischen Ausbildung" manch eines jugendlichen Workshop-Teilnehmers, der an kommunalen Musikschulen und in schulischen Ensembles grundlegende Erfahrungen gesammelt hat. Der 13-jährige Ladenburger Trompeter Jonas Rupp wird beispielsweise von Markus Seeger (Musikschule) unterrichtet und gehört zur Bigband der Merian-Realschule. "Dieser Workshop ist eine ganz tolle Sache", freute sich auch Manuel Jandl als Chef von Bigband und Bläserklassen am Carl-Benz-Gymnasium (CBG) über das ergänzende Angebot der regionalen Jazzgrößen in den Pfingstferien, das es auch 2015 wieder geben soll. pj

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Die Wehrmauer als perfekte Kulisse für ein tolles Abschlusskonzert.


© Mannheimer Morgen, Dienstag, 24.06.2014




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Nachwuchs wie elektrisiert von „MorgenJazz“

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Nachwuchs wie elektrisiert von „MorgenJazz“


Ladenburg: Musiker Marcus Armani will Jugend-Jazzensemble gründen / Workshop-Teilnehmer verspüren große Lust auf Jamsessions

Ladenburg soll nach Möglichkeit ein Jugend-Jazzensemble bekommen: Dies kündigte der in der Römerstadt lebende Gitarrist Marcus Armani nach Abschluss des 1. Jazz-Workshops im Gespräch mit dem "Mannheimer Morgen" an. Armani, der den viertägigen Workshop in den Pfingstferien zusammen mit dem Saxofonisten Nicolai Pfisterer (Hirschberg) initiiert hatte, rannte mit seiner Idee bei Rainer Döhring vom Trägerverein des Jugendzentrums "Kiste" offene Türen ein.

"Wir wollen nun gemeinsam prüfen, wie wir das am besten im künftigen Kulturzentrum Pflastermühle auf den Weg bringen können", sagte Armani. Bei Bürgermeister Rainer Ziegler dürfte das Anliegen auf offene Ohren stoßen. Das Stadtoberhaupt hatte dem Workshop städtische Räume wie Dalberg-Schule und Domhofsaal zur Verfügung gestellt. In der Pflastermühle fanden ebenso wie im Glashaus am Waldpark Jamsessions statt.

Die acht Dozenten, allesamt Größen der regionalen Musikszene, verschmolzen beim "MorgenJazz" auf dem Ladenburger Marktplatz zum "Ladenburger Jazzkollektiv" (wir berichteten gestern). Und dieses begeisternd virtuose Konzert vor zeitweise über 400 Zuhörern hat Folgen: "Vor allem die jungen Workshop-Teilnehmer wirkten danach wie elektrisiert", berichtet Armani erfreut von hochmotivierten Jugendlichen, die plötzlich nicht genug bekommen konnten vom Improvisieren.

Zu diesem Zeitpunkt stand bereits fest, dass in den Pfingstferien 2015 die zweite Auflage des Workshops folgen soll, erneut in Zusammenarbeit mit der Stadt Ladenburg. "Es gibt bereits Anmeldungen dafür", erklärt Armani. "Jazz passt zu Ladenburg", findet auch Bürgermeister Ziegler und sieht dabei wohl ebenso günstige Nebeneffekte für die Römerstadt. Dort existierte einst der legendäre Jazzclub "L´azz". Viele Musiker leben noch unter den Dächern der Stadt. Doch sorgen heute vor allem Einzelakteure wie Galerist Phil Leicht und die Glashaus-Initiative im Waldpark für Konzerte mit Blue-Notes-Flair.

Dass Ladenburg nach kleinen, aber feinen Veranstaltungen auch aus dem Jazz-Fach lechzt, zeigte sich beim Abschlusskonzert der rund 60 Workshop-Teilnehmer an der historischen Wehrmauer am Bischofshof (siehe weiteren Artikel auf dieser Seite). "Die Resonanz der Besucher ist überwältigend. Und wir haben gestaunt, mit welcher Ruhe und Gelassenheit die Jungen aufgetreten sind", freut sich Armani. Auch mit dem Seminar zeigt er sich zufrieden: "Es hat alles super geklappt. Und das Wichtigste ist: Die Teilnehmer haben Lust auf Jamsessions bekommen."

Doch auch wenn am Samstag, 19. Juli,  um 15 Uhr schon die nächste Jazz-Jamsession für Hobbymusiker im Ladenburger Glashaus stattfindet: Bis zum 2. Workshop an Pfingsten 2015 will sich der Jazznachwuchs dennoch nicht gedulden: "Einige sagten uns, dass sie gerne bald weiter machen wollen", erklärt Armani. Aus diesem Grund hatte er Rainer Döhring angerufen, um möglichst das Ladenburger Jugend-Jazzensemble auf den Weg zu bringen. pj

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Geht aus dem 1. Jazz-Workshop bald ein Ladenburger Jugendensemble hervor? Einige Teilnehmer des erfolgreichen Musikerseminars haben Interesse bekundet.


© Mannheimer Morgen, Dienstag, 24.06.2014


Heute ab elf zeigen acht Dozenten ihr Können

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Heute ab elf zeigen acht Dozenten ihr Können


Von unserem Mitarbeiter Peter Jaschke

Fans der Ladenburger Stadtkapelle kennen Meta Jülicher. Ihrem Ruf als großes Talent am Saxofon machte die 15-Jährige auch beim derzeit laufenden 1. Jazz-Workshop in der Römerstadt alle Ehre. Das viertägige Musikerseminar mit insgesamt über 60 Teilnehmern aus nah und fern wurde am Donnerstag von Bürgermeister Rainer Ziegler eröffnet und endet am Sonntag um 16 Uhr mit einem Abschlusskonzert an der historischen Wehrmauer. Während einer von zwei öffentlichen Jamsessions glänzte auch Meta in der "Pflastermühle" mit ihrem Solo beim Jazzstandard "Blue Monk".

"Der erste Tag war echt gut und hat Spaß gemacht", sagt Meta Jülicher, deren jüngere Brüder Finn (Bass) und Till (Trompete) sowie Stadtkapellenkollegin Merle Thoma (Saxofon) ebenfalls am Coaching mit einer der acht renommierten Jazzgrößen um Gitarrist Marcus Armani (Ladenburg) und Saxofonist Nicolai Pfisterer (Hirschberg) teilnehmen. Alle acht Kursleiter treten heute von 11 bis 14 Uhr auf dem Ladenburger Marktplatz in der "MM"-Konzertreihe "MorgenJazz" als "Ladenburger Jazzkollektiv" auf, wie bereits ausführlich angekündigt.

Tolles Programm

Dazu zählen außer den beiden Initiatoren auch der Mannheimer Pianist Volker Engelberth, die Ladenburger Sängerin Katrin Armani sowie Heiko Hubmann (Trompete), Garrelt Sieben (Posaune), Martin Simon (Bass) und Wolfgang Disch (Schlagzeug). Das Oktett bietet ein höchst abwechslungsreiches Programm mit Standards wie beispielsweise "Nobody Else But Me" und "Save Your Love For Me", Gesangsstücken wie "Cheek To Cheek", Bebop-Werken von Dizzy Gillespie und Charlie Parker, Funknummern u. a. von Jaco Pastorius sowie einen verjazzten Beatles-Song. "Es herrscht eine Superstimmung und macht total Spaß", freut sich Katrin Armani, die ebenfalls eine Workshop-Gruppe anleitet und auf das sonntägliche Abschlusskonzert aller Ensembles an der Wehrmauer (Lustgartenstraße) vorbereitet.

Einige "ihrer" Teilnehmerinnen gaben in der "Pflastermühle" mit "Bye Bye Blackbird" und "Route 66" erste Kostproben aus dem Unterricht, der nach Theoriekurs samt Harmonielehre und Gehörbildung in Domhof, Stadtbibliothek und Dalberg-Schule stattfindet. Junge und erfahrene Musiker vertiefen dabei gemeinsam ihre Improvisationskunst. "Kiste"-Trägerverein, Glashaus-Initiative im Waldpark und Stadt unterstützen die Jazzwerkstatt.

Auf der Suche nach Musikern

"Ich habe mich sehr über das Angebot gefreut und bin positiv überrascht davon, wie gut es abläuft", sagt der 18-jährige Edinger Jonathan Busse, der am Klavier vom Mannheimer Jazzpianisten Volker Engelberth profitiert und hofft, Mitmusiker für eine noch zu gründende Formation zu treffen. Begeistert zeigt sich auch der erfahrene Ladenburger Jazzmusiker Walter Sielski (Trompete und Flügelhorn), der schon an etlichen, auch internationalen, Workshops teilgenommen hat: "Es ist richtig gut aufgezogen."



© Mannheimer Morgen, Samstag, 21.06.2014


Beim MorgenJazz mit dabei: Katrin und Marcus Armani

Lokalmatadore

"Swingender Kurzurlaub für alle"

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"Swingender Kurzurlaub für alle"


Ein einzigartiges Ereignis erwartet am Samstagvormittag, 21. Juni, jazzbegeisterte Musiker und Zuhörer aus der ganzen Region: Beim diesjährigen Ladenburger Konzert aus der Reihe "MorgenJazz" verschmilzt nämlich um 11 Uhr auf dem Marktplatz das achtköpfige Dozenten-Team eines insgesamt viertägigen Jazzworkshops in der Römerstadt zum "Ladenburger Jazzkollektiv". Die Idee dazu hatte das Ladenburg-Hirschberger Duo aus Marcus Armani und Nicolai Pfisterer.

Zu einem "swingenden Kurzurlaub in der Römerstadt" laden Gitarrist Armani und Saxofonist Pfisterer am verlängerten letzten Wochenende der Pfingstferien von Donnerstag, 19. Juni, bis Sonntag, 22. Juni, ein. Armani hatte zusammen mit seiner Frau Katrin 2013 die Premiere von MorgenJazz in Ladenburg bestritten.

Zum geplanten Seminar werden über 60 Workshop-Teilnehmer aus nah und fern erwartet. Jugendliche Einsteiger ebenso wie bühnenerfahrene Amateure und Semiprofis. Darunter befinden sich unter anderem Ladenburger Stadtkapelle- Instrumentalisten und Bläser aus der Bigband des Carl- Benz-Gymnasiums. Der älteste Teilnehmer zählt 73 Lenze. Der Jüngste ist erst 13. Dabei handelt es sich um den Ladenburger Musiker Till Jülicher.

"Während der vier Workshop-Tage coachen wir die Musiker in entspannter Urlaubsatmosphäre an ihren Instrumenten", erklärt Armani beim Pressegespräch im Rathaus. Man erfülle sich mit einem differenzierten Angebot für Einsteiger und Fortgeschrittene einen Traum. "Wir wollen Generationen zusammenführen und hoffen, uns ein junges Jazzpublikum zu erschließen." An seiner und Pfisterers Seite befinden sich weitere renommierte Jazzer und Dozenten wie Katrin Armani (Gesang) und der Mannheimer Pianist Volker Engelberth.

Finale an der Wehrmauer

Außerdem sind Heiko Hubmann (Trompete), Garrelt Sieben (Posaune), Martin Simon (Bass) und Wolfgang Disch (Schlagzeug) mit von der Partie. Beim Finale an der historischen Wehrmauer präsentieren das Gesangsensemble ein eigens von Katrin Armani geschriebenes Lied sowie die fünf Instrumentalensembles je zwei oder drei im Workshop vorbereitete Stücke.

"Ich freue mich auf ein lebendiges Wochenende", sagte Bürgermeister Rainer Ziegler. Die Stadt habe diesem "tollen Event für eine Kulturstadt wie Ladenburg" gerne zugesagt. Jazz passe mit seiner Vielfalt gut zu Ladenburg. Das habe man unter anderem auch bei der von dem Ladenburger Galeristen Phil Leicht ins Ladenburger Glashaus geholten Bundesjazzwerkstatt 2013 mit Alexandra Lehmler gespürt. Die jazzbegeisterte Glashaus-Initiative ist auch ein Kooperationspartner des Workshops.


© Mannheimer Morgen, Montag, 02.06.2014

Der Ladenburger Jazzworkshop 2014 - "Ein weiterer Höhepunkt in der musikalischen Kulturlandschaft der Römerstadt"

"Unser Workshop wird jeden Einzelnen musikalisch weiterbringen, sei es am Instrument selbst, in Sachen Theorie, Arrangement und Komposition oder im Bandkontext." Bürgermeister Rainer Ziegler fügt hinzu: "Ich freue mich auf dieses lebendige Wochenende." Die Vielfalt die dahinterstecke sei "grandios".

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"Jazz passt zu Ladenburg"

"Das ist ein tolles Element in einer lebendigen Kulturstadt", findet Bürgermeister Rainer Ziegler und fügt hinzu: "Jazz passt zu Ladenburg."


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Jazz-Baroness und Jazz-Poetik

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"Diese Stimme war ein Erlebnis"

"Wandlungsfähig, dabei hoch konzentriert und immer dem eigenen Stil treu, spiegelte sie die verschiedensten musikalischen Facetten von Blues über Jazz, Raggae bis Pop wider." (RNZ vom 14.04.2014)

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"Sein Gitarrenspiel und ihre Stimme bildeten eine Einheit."

"Fasziniert und mitgerissen wurde das Publikum von dem nuancenreichen Volumen und der Wandlungsfähigkeit der Stimme der Sängerin, die die Lieder mal sanft, mal röhrig, mal swingend, mal mit leisen, dann wieder mit energischen Tönen, doch immer mit viel Gefühl vortrug." -Mannheimer Morgen vom 12.4.14

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Bereits jetzt sind nur noch wenige Karten verfügbar

Wir freuen uns schon auf das besondere Konzert am 6. April 2014 in Schriesheim zugunsten von Amnesty International. Es sind bereits jetzt nur noch wenige Karten verfügbar, jetzt aber schnell...
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"Nicolai Pfisterer und Marcus Armani interpretieren Beatles-Songs auf imponierende Art und Weise"

APG-Neckarelz

Saxofon kokettiert mit Gitarre



Nicolai Pfisterer und Marcus Armani interpretieren Beatles-Songs auf imponierende Art und Weise

Von Bernd Kuehnle

Neckarelz. Die Melodie verließ den bekannten Bereich, das Saxofon entfernte sich vom ursprünglichen Sound, kreiste ungebremst im Raum mit aller Virtuosität, die das Instrument hergab, um sich wieder in die gebundene Weise einzufügen, während gleichzeitig die Gitarre den Rhythmus vorgab und begleitete, mal bremste oder wieder beschleunigte. Virtuos führte Nicolai Pfisterer beim Jazzabend „Crossing Abbey Road“ in der Aula des Auguste Pattberg Gymnasiums vor, wie vielfältig er mit seinem Saxofon alte und bekannte Beatlesmelodien interpretieren kann, während Marcus Armani den Charakter der Stücke rhythmisch und akustisch untermalte und dazu beitrug, dass die raffinerten Interpretationen ihren Drive erhielten.

Erfreut zeigte sich Oberstudiendi- rektorin Regine Schmock in ihrer Be- grüßung, dass an diesem Abend mit Pfis- terer ein ehemaliger Schüler an seine alte Schule zurückgekehrt war, um seine Kunst, die auch am APG ihre Wurzeln habe, einem breiten Publikum vorzuführen. Gleichzeitig dankte sie Dorothea Straub, die zusammen mit der SMV den Abend organisiert hatte, und als ehemalige Musiklehrerin des Künstlers mit Recht auf dessen Entwicklung stolz sein könne. Freudig registrierte die Schulleiterin zudem, dass sich neben Fünft- klässlern bis Abiturienten, Ehemaligen und Lehrerkollegen auch Interessierte aller Altersgruppen eingefunden hatten, so dass über 150 Zuhörer einen würdigen Rahmen für das Konzert bildeten.

Dass es dem Duo, wie Nicolai Pfisterer ankündigte, nicht um die einfache Wiedergabe der bekannten Songs, sondern um eine über das Bekannte hinausgehende Inszenierung ging, wurde gleich beim ersten Titel deutlich. In „Hello, Good bye“ schmiegte sich die vom Saxofon getragene Melodie an die begleitende Gitarre, umringte sie im Wechsel einmal dynamisch, dann wieder leise, umschmeichelte die Begleitung, um wieder zur originären Melodie zurück zu finden. Auch bei „All my loving“ wagten die beiden Interpreten den Ausflug in den Free-Jazz, wobei das eine Instrument jeweils vom anderen unterstützt wurde,
während es in eigenen Harmonien weg flog, um sich dann wieder in die Ursprungsmelodie einzugliedern, was das verständige Publikum zu begeistertem Applaus hinriss. Trotz der oft eigenwilligen Arrangements blieb auch bei „Yesterday“ die Grundmelodie immer wieder erkennbar, auch wenn wechselweise trei- bende oder sanft untermalende Rhythmen der Gitarre die enteilende Melodie des Saxofons einfangen und bändigen mussten. Die ohnehin starke Melodie von „Penny Lane“ erfuhr eine weitere Aufwertung, als die sich auflösenden und wieder zusammenfindenden Harmonien Leitern erkletterten, um wieder in Tiefen zu verschwinden, bevor Marcus Armani in seiner Hommage „For Paul“ mit einer beruhigenden Melodie leise und heimlich in sich steigernden Rhythmus und lauter werdende Töne verfiel, um die eigene Melodie am Ende als bewegendes Echo widerzuspiegeln. Speziell die gewollten Dissonanzen und Disharmonien überzeugten das Publikum und erhielten ent- sprechend heftigen Applaus.

Allen Liedern war gemeinsam, dass sie gespickt waren mit oft überraschenden, Nicolai Pfisterer und Marcus Armani beim Konzert in der APG-Aula. Foto: Bernd Kühnle aus der Erwartungshaltung herausspringenden Klangfolgen und dass unerwartete Ton- und Harmoniespiele beachtlichen dynamischen Elementen be- gegneten, die dann wie in einem Hauch verklangen. Damit spielten die Inter- preten erfolgreich auf der Klaviatur der Gefühle, luden bei „Strawberry fields“ mit Latin-Jazz-Elementen zum Spa- ziergang durch Felder ein oder ließen bei dem LSD-Song „Lucy in the skies with diamonds“ das Publikum mit peitschenden Gitarrenklängen und wirbelnden Tonfolgen am Drug-Feeling teilhaben. Auch mit dem starken Solo „For John“ und „Come together“ bewies das Duo, dass seine Ankündigung „Ein Muss für Beatles- und Jazzfreunde“ durchaus berechtigt ist, was Dorothea Straub in ihren Dankesworten unterstrich, bevor sich die Musiker mit „A hard day’s night“ und den Zugaben „Let it be“ und „With a little help...“ unter starkem Applaus vom begeisterten Publikum verabschiedeten.

"Jazzhaus steht vor dem Aus"

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Mannheimer Morgen vom 29.10.2013


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Südhessen Morgen vom 30.10.2013

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Südhessen Morgen vom 31.10.2013

"Etwas gänzlich Eigenes was die Meister der Heidelberger/Mannheimer Jazzszene da bieten."

"Eine perfekt geglückte Symbiose aus Musikstielen die unterschiedlicher nicht sein könnten."

Duo Pfisterer : Armani Beatles Leutershausen

"Höchst virtuoses E-Gitarrenspiel"

„Einfach schön, aber raffiniert: Katrin Armani erzählt von der „Bebop-Baroness“ und singt Jazzsongs von Monk bis Silver…“

MaMo Kritik Pannonica 2013

"Es war eine gelungene, musikalisch brillante Reise in die Welt des Jazz"

Pannonica die Jazzbaroness Kritik der RNZ

"Matinee übertrifft alle Erwartungen."

Morgenjazz-2013-Martinee


Von unserem Mitatbeiter Peter Jaschke

"Das hat manchen überrascht: Trotz der großen Hitze kamen so viele. Beim "MorgenJazz", erstmals auf dem Ladenburger Marktplatz, blieben am Samstag nur Sonnenplätze frei. Jedes schattige Plätzchen an 30 beschirmten Biertischen, aber auch auf Eingangstreppen, Sitzbänken und in umliegenden Straßencafés war dagegen besetzt.
Auch das grandiose Ladenburger Duo Armani2 sowie Saxofon- Altmeister Knut Rössler aus Schwetzingen übertrafen alle Erwartungen. Und so wünschte sich am Ende wohl nicht nur Bürgermeister Rainer Ziegler eine "Fortsetzung dieser wunderbaren Matinee".

"Summertime", die berühmte Arie aus Gershwins "Porgy and Bess", durfte an einem solchen Tag freilich nicht fehlen. Aber auch Jazzstandards von Cannonball Adderley, Cole Porter und Thelonius Monk standen auf dem Songzettel dieses erstaunlichen Trioprojekts. Waren doch die Armanis noch lange nicht geboren, als Rössler schon an Legendärem mitwirkte: 1972 schuf seine damalige Krautrock-Band "Night Sun" mit Rössler auch an der Hammond-Orgel einen Meilenstein, der Deep Purple in nichts nachstand. "Knut ist ein begnadeter Musiker", weiß der Ladenburger Ulrich Staudt als damaliger Schlagzeuger auf jenem Album "Mournin'", das mit den entspannten Klängen bei "MorgenJazz" so gar nichts gemein hat. Vor der ersten Pause bei dem dreistündigen Auftritt glänzte Sängerin Katrin Armani mit dem hinreißenden "Where Is It Written?", im Original gesungen von Barbra Streisand, die der Mannheimer Musik-Hochschulabsolventin stimmlich als Vorbild gilt, wie sie erzählt.

"Diese klassische, klare und verständliche Stimme ist umwerfend", lobt Zuhörer Manfred Beuttenmüller den Gesang Armanis und den "kammermusikalischen Jazz" des Trios. "Das ist lyrische Musik, die von Harmonien und Stimmungen lebt", erklärt Walter Sielski, der mit Rössler in einer Band spielt, die Faszination. Auch Rüdiger Müller ist selbst Musiker und völlig angetan: "Super gut. Die Auswahl der Titel spricht Jazzbegeisterte an. Dafür, dass sie ohne Schlagzeug und Keyboard spielen, hat es mordsgroove und Feeling." "Es ist immer wieder erstaunlich, wenn so eine kleine Combo einfach nichts vermissen lässt", sagt Christian Dobirr. "Fantastisch" findet es der Ex-Lehrer, Maler und Jazzer Rudolf Klee und lobt besonders, dass Gitarrist Marcus Armani, der Gatte der Sängerin, "auf seinen sechs Saiten praktisch drei Instrumente spielt".

Dass aber auch die Umgebung eine Rolle spielte, stellt der Seckenheimer Grünen-Landtagsabgeordnete Wolfgang Raufelder fest: "Die Reihe ist ja für Qualität bekannt, aber das Ambiente hier ist unschlagbar." Bewirtet hat das "Ochsen"-Team die Gäste des "Mannheimer Morgen". Die Redakteure Dr. Klaus Backes und Achim Horak sowie Kundenforum-Mitarbeiterin Dagmar Wolf standen Lesern Rede und Antwort. "Johanniter"-Sanis blieben "arbeitslos". Noch einmal Bürgermeister Ziegler: "Tolle Stimme, klasse Gitarre, das Saxofon schmeichelt sich dazu ein: Von Stimmung und Atmosphäre her passt das genau zu Ladenburg." Ein Wiederhören mit den Armanis gibt es schon am Donnerstag, 3. Oktober, im Domhof, wo sie ihr Programm "Panonnica, die Jazz-Baroness" vorstellen wollen."

© Mannheimer Morgen, Montag, 29.07.2013

"MorgenJazz" in Ladenburg

„Beim ersten "MorgenJazz" auf dem Ladenburger Marktplatz übertrafen das grandiose Ladenburger Duo Armani² sowie Saxofon-Altmeister Knut Rössler aus Schwetzingen alle Erwartungen.“ (Mannheimer Morgen)
Mannheimer Morgen Jazz
Jazz im Quadrat Mannheimer MorgenMorgenjazz in LadenburgMannheimer Morgen Jazz

"Zauberhafte Klanggebilde"

"Mit den spielfreudigen und spontan agierenden Musikern der Gruppe Armani² geht die beliebte Musikreihe "MorgenJazz" am Samstag, 27. Juli, auf dem Ladenburger Marktplatz in die zweite Runde. Von 11 bis 14 Uhr erklingen auf der "MorgenJazz"-Bühne romantische Jazzstandards in intimer, kammermusikalischer Atmosphäre.

In der Band Armani2 treffen aufeinander: Katrin Armani (Gesang), der international anerkannte Jazzgitarrist, Komponist und Dozent Marcus Armani sowie Knut Rössler am Tenor- /Sopransaxofon. Jazzfreunden bietet das stilistisch versierte Trio feinsinnige Gitarrenpoesie in der Tradition des amerikanischen Saitenvirtuosen Joe Pass (1929- 1994). Das Spiel Marcus Armanis, der auch die bekannte Konzertreihe "The Spot" im Jazzhaus Heidelberg aus der Taufe hob, geht mit dem sensiblen Gesang seiner Ehefrau Katrin eine hörenswerte, gefühlvolle Verbindung ein.

Das in Ladenburg lebende Ehepaar versteht sich - so der Eindruck eines Musikkritikers - hervorragend auf die kühle Klarheit des Cool Jazz, die der Heidelberger Saxofonist Knut Rössler gekonnt ins Spiel bringe. Manches Mal schüre Rössler auch sanft die Glut der John-Coltrane- Tradition. In jedem Fall sei hier ein äußerst kultiviertes Trio am Werk.
Vertreter des "Mannheimer Morgen" stehen den Besuchern während des Konzerts am Stand des "MM" gerne Rede und Antwort." Ro

© Mannheimer Morgen, Freitag, 26.07.2013

Katrin-Armani-Vocal-Jazz

Crossing Abbey Road… Nach Eberbach

Am Samstag den 29. Juni 2013 ist das Duo Pfisterer/Armani mit einem mitreißenden Beatlesprogramm im Club 55 in Eberbach zu Gast. Konzertbeginn ist um 19:30 Uhr, nix wie hin!

DouPFEberbach

"Klangwolken im Cool Jazz"

MorgenJazz-2013

"Mit großer Dynamik und Sensibilität sind sie im Cool Jazz beheimatet."

MorgenJazz-Sommer-2013

"Swingender Vocal-Jazz in Höchstform"

...ein Konzert das man nicht so schnell vergisst, Armani² mit Jazzlegende John Stowell im Ladenburger Domhof.

Armani2-Ladenburg-Stowell

Jazzklänge des Duos Pfisterer / Armani umrahmen das Kino-Fest

Im Olympia-Kino Leutershausen geht eine Ära zu Ende



Musikalische-Umrahmung

Jazzklänge des Duos Pfisterer / Armani umrahmen das Kino-Fest.


Im Kerzenlicht flackert Audrey Hepburn auf der Leinwand. Es ist ihre wohl berühmteste Rolle als Holly Golightly in "Frühstück bei Tiffany". Ein echter Klassiker.

Genau wie das Olympia-Kino. Seit Jahrzehnten lockt es Filmfreunde nach Leutershausen. Jetzt hat das Kino einen neuen Trumpf in der Hand: einen digitalen Projektor. Dieser löste am Wochenende nach einer dreiwöchigen Umbauphase seinen knatternden Vorgänger ab.

Für die Fördervereinsvorsitzende Wiebke Dau-Schmidt ging damit eine "Kino-Ära" zu Ende. Mit "Spieglein, Spieglein - die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen" konnten sich die Kinder im Rahmen des Sommerfestes als erste von der neuen Bildqualität überzeugen. Ein paar Meter weiter, in der alten Markthalle, genossen ihre Eltern das gemütliche Beisammensein.

Für die Vorsitzende des Fördervereins hatte das Fest einen besonderen Wert, da gleichzeitig "Abschied und Beginn" gefeiert wurden. "Das Kino ist in den letzten Wochen komplett entkernt worden", zeigte Wiebke Dau-Schmidt mit einer Diashow. Dafür glänzt es jetzt neben dem neuen Projektor mit einer feuertechnisch sicheren Wandbespannung, einem größeren Kassenhäuschen und einer Lüftung, die ab August in Betrieb geht.

Natürlich hat sich auch der Sound deutlich verbessert, was besonders bei Actionfilmen auffällt. Die Vizevorsitzende Renate Keppler-Götz freute sich: "Jetzt ist das Abspulen von Filmrollen vorbei. Das schafft mehr Zeit für andere Sachen."

Heidrun Hinz-Fischer hatte einen anderen Grund zur Freude: Sie wurde als 300. Mitglied des Fördervereins offiziell begrüßt.


© Mannheimer Morgen, Dienstag, 24.07.2012

Duokonzert mit John Stowell im Jazzclub Steinhäuser Hof

Rheinpfalz-Stowell-Armani