Jazzklänge des Duos Pfisterer / Armani umrahmen das Kino-Fest

Im Olympia-Kino Leutershausen geht eine Ära zu Ende



Musikalische-Umrahmung

Jazzklänge des Duos Pfisterer / Armani umrahmen das Kino-Fest.


Im Kerzenlicht flackert Audrey Hepburn auf der Leinwand. Es ist ihre wohl berühmteste Rolle als Holly Golightly in "Frühstück bei Tiffany". Ein echter Klassiker.

Genau wie das Olympia-Kino. Seit Jahrzehnten lockt es Filmfreunde nach Leutershausen. Jetzt hat das Kino einen neuen Trumpf in der Hand: einen digitalen Projektor. Dieser löste am Wochenende nach einer dreiwöchigen Umbauphase seinen knatternden Vorgänger ab.

Für die Fördervereinsvorsitzende Wiebke Dau-Schmidt ging damit eine "Kino-Ära" zu Ende. Mit "Spieglein, Spieglein - die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen" konnten sich die Kinder im Rahmen des Sommerfestes als erste von der neuen Bildqualität überzeugen. Ein paar Meter weiter, in der alten Markthalle, genossen ihre Eltern das gemütliche Beisammensein.

Für die Vorsitzende des Fördervereins hatte das Fest einen besonderen Wert, da gleichzeitig "Abschied und Beginn" gefeiert wurden. "Das Kino ist in den letzten Wochen komplett entkernt worden", zeigte Wiebke Dau-Schmidt mit einer Diashow. Dafür glänzt es jetzt neben dem neuen Projektor mit einer feuertechnisch sicheren Wandbespannung, einem größeren Kassenhäuschen und einer Lüftung, die ab August in Betrieb geht.

Natürlich hat sich auch der Sound deutlich verbessert, was besonders bei Actionfilmen auffällt. Die Vizevorsitzende Renate Keppler-Götz freute sich: "Jetzt ist das Abspulen von Filmrollen vorbei. Das schafft mehr Zeit für andere Sachen."

Heidrun Hinz-Fischer hatte einen anderen Grund zur Freude: Sie wurde als 300. Mitglied des Fördervereins offiziell begrüßt.


© Mannheimer Morgen, Dienstag, 24.07.2012

"Nicolai Pfisterer und Marcus Armani interpretieren Beatles-Songs auf imponierende Art und Weise"

APG-Neckarelz

Saxofon kokettiert mit Gitarre



Nicolai Pfisterer und Marcus Armani interpretieren Beatles-Songs auf imponierende Art und Weise

Von Bernd Kuehnle

Neckarelz. Die Melodie verließ den bekannten Bereich, das Saxofon entfernte sich vom ursprünglichen Sound, kreiste ungebremst im Raum mit aller Virtuosität, die das Instrument hergab, um sich wieder in die gebundene Weise einzufügen, während gleichzeitig die Gitarre den Rhythmus vorgab und begleitete, mal bremste oder wieder beschleunigte. Virtuos führte Nicolai Pfisterer beim Jazzabend „Crossing Abbey Road“ in der Aula des Auguste Pattberg Gymnasiums vor, wie vielfältig er mit seinem Saxofon alte und bekannte Beatlesmelodien interpretieren kann, während Marcus Armani den Charakter der Stücke rhythmisch und akustisch untermalte und dazu beitrug, dass die raffinerten Interpretationen ihren Drive erhielten.

Erfreut zeigte sich Oberstudiendi- rektorin Regine Schmock in ihrer Be- grüßung, dass an diesem Abend mit Pfis- terer ein ehemaliger Schüler an seine alte Schule zurückgekehrt war, um seine Kunst, die auch am APG ihre Wurzeln habe, einem breiten Publikum vorzuführen. Gleichzeitig dankte sie Dorothea Straub, die zusammen mit der SMV den Abend organisiert hatte, und als ehemalige Musiklehrerin des Künstlers mit Recht auf dessen Entwicklung stolz sein könne. Freudig registrierte die Schulleiterin zudem, dass sich neben Fünft- klässlern bis Abiturienten, Ehemaligen und Lehrerkollegen auch Interessierte aller Altersgruppen eingefunden hatten, so dass über 150 Zuhörer einen würdigen Rahmen für das Konzert bildeten.

Dass es dem Duo, wie Nicolai Pfisterer ankündigte, nicht um die einfache Wiedergabe der bekannten Songs, sondern um eine über das Bekannte hinausgehende Inszenierung ging, wurde gleich beim ersten Titel deutlich. In „Hello, Good bye“ schmiegte sich die vom Saxofon getragene Melodie an die begleitende Gitarre, umringte sie im Wechsel einmal dynamisch, dann wieder leise, umschmeichelte die Begleitung, um wieder zur originären Melodie zurück zu finden. Auch bei „All my loving“ wagten die beiden Interpreten den Ausflug in den Free-Jazz, wobei das eine Instrument jeweils vom anderen unterstützt wurde,
während es in eigenen Harmonien weg flog, um sich dann wieder in die Ursprungsmelodie einzugliedern, was das verständige Publikum zu begeistertem Applaus hinriss. Trotz der oft eigenwilligen Arrangements blieb auch bei „Yesterday“ die Grundmelodie immer wieder erkennbar, auch wenn wechselweise trei- bende oder sanft untermalende Rhythmen der Gitarre die enteilende Melodie des Saxofons einfangen und bändigen mussten. Die ohnehin starke Melodie von „Penny Lane“ erfuhr eine weitere Aufwertung, als die sich auflösenden und wieder zusammenfindenden Harmonien Leitern erkletterten, um wieder in Tiefen zu verschwinden, bevor Marcus Armani in seiner Hommage „For Paul“ mit einer beruhigenden Melodie leise und heimlich in sich steigernden Rhythmus und lauter werdende Töne verfiel, um die eigene Melodie am Ende als bewegendes Echo widerzuspiegeln. Speziell die gewollten Dissonanzen und Disharmonien überzeugten das Publikum und erhielten ent- sprechend heftigen Applaus.

Allen Liedern war gemeinsam, dass sie gespickt waren mit oft überraschenden, Nicolai Pfisterer und Marcus Armani beim Konzert in der APG-Aula. Foto: Bernd Kühnle aus der Erwartungshaltung herausspringenden Klangfolgen und dass unerwartete Ton- und Harmoniespiele beachtlichen dynamischen Elementen be- gegneten, die dann wie in einem Hauch verklangen. Damit spielten die Inter- preten erfolgreich auf der Klaviatur der Gefühle, luden bei „Strawberry fields“ mit Latin-Jazz-Elementen zum Spa- ziergang durch Felder ein oder ließen bei dem LSD-Song „Lucy in the skies with diamonds“ das Publikum mit peitschenden Gitarrenklängen und wirbelnden Tonfolgen am Drug-Feeling teilhaben. Auch mit dem starken Solo „For John“ und „Come together“ bewies das Duo, dass seine Ankündigung „Ein Muss für Beatles- und Jazzfreunde“ durchaus berechtigt ist, was Dorothea Straub in ihren Dankesworten unterstrich, bevor sich die Musiker mit „A hard day’s night“ und den Zugaben „Let it be“ und „With a little help...“ unter starkem Applaus vom begeisterten Publikum verabschiedeten.

"Etwas gänzlich Eigenes was die Meister der Heidelberger/Mannheimer Jazzszene da bieten."

"Eine perfekt geglückte Symbiose aus Musikstielen die unterschiedlicher nicht sein könnten."

Duo Pfisterer : Armani Beatles Leutershausen

Tolles Konzert vor ausverkauftem Haus

Vielen Dank an alle Eberbacher für den schönen Abend und den herzlichen Empfang, vielen Dank Christiane Pfisterer für die Bilder.Duo Pfisterer Armani EberbachCrossing Abbey RoadNicolai Pfisterer Marcus Armani

Crossing Abbey Road… Nach Eberbach

Am Samstag den 29. Juni 2013 ist das Duo Pfisterer/Armani mit einem mitreißenden Beatlesprogramm im Club 55 in Eberbach zu Gast. Konzertbeginn ist um 19:30 Uhr, nix wie hin!

DouPFEberbach