Dozentenkonzert des Ladenburger Jazzworkshop 2017

Bereits zum vierten Mal seit 2014 sind wieder Musiker und Sänger aus nah und fern zu Gast beim Ladenburger Jazzworkshop. Diesmal freuen sich der Ladenburger Gitarrist Marcus Armani und der Hirschberger Saxofonist Nicolai Pfisterer als Organisatoren mit ihren Dozentenkollegen über 75 Teilnehmer.

jazzworkshop jazzpodium ladenburg jazz workshop

Als eine "super Sache" für Ladenburg bezeichnete Bürgermeister Stefan Schmutz bei der Begrüßung der Gäste im Domhofsaal das viertägige Seminar. Passt es doch charakterlich zum inoffiziellen städtischen Motto "Kultur mit Genuss", das Schmutz seit seinem Amtsantritt Anfang April immer wieder hervorhebt. Während der vier Workshop-Tage coachen neun Dozenten Anfänger, Fortgeschrittene und auch echte Könner "in entspannter Urlaubsatmosphäre", wie es Armani formulierte, an ihren Instrumenten. Täglich kommt es nach "Feierabend" zu Jamsessions der Teilnehmer. So auch heute Abend um 19 Uhr auf der Terrasse des Hotels zur Krone in der Brauergasse 2 und morgen Nachmittag an der Wehrmauer. Am Ende des ersten Tags gaben jedoch zunächst alle neun Dozenten ein Konzert im Glashaus am Reinhold-Schulz-Waldpark. Auf der Bühne stand mit dem Hirschberger Pfisterer auch der Gewinner des Neuen Deutschen Kompositionspreises, der bei der Bluesnummer zum Auftakt solistisch glänzte.

workshop jazz trompete bastian stein

Ein neues Gesicht im bewährten Team: der Kölner Trompeter Bastian Stein. "Der ist klasse", zeigt sich Walter Sielski begeistert von dem jungen Dozenten. Obwohl das Ladenburger Mitglied des Jazzquintetts "Second Circle" um Knut Rössler schon seit bald 50 Jahren Trompete spielt, lernt Sielski bei solchen Workshops immer gerne weiter hinzu. Stein vermittele sein Konzept kompetent und geradlinig. "Und er ist unglaublich virtuos", sagt Sielski. Wie sehr Stein sein Instrument beherrscht, stellte er allen Zuhörern im Solo bei Duke Pearsons Bebop-Stück "Is That So?" eindrucksvoll unter Beweis.

Ein weiterer Höhepunkt: der von der Ladenburger Sängerin Katrin Armani hinreißend dargebotene Klassiker "Pannonica" von Thelonious Monk. Dass aufgrund der Nachfrage zwei Saxofon- Klassen gebildet wurden und mit sechs Posaunisten so viele wie vorher nie mit Garrelt Sieben arbeiten, hob ein hochzufriedener Marcus Armani hervor. Außerdem traten die Dozenten Martin Simon (Bass), Wolfgang Disch (Drums), Paul Stoltze (Saxofon) und Volker Engelberth (Klavier) auf.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 17.06.2017

3. Jazz-Workshop endet mit Abschlusskonzert

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Auch Profi „total begeistert“


Aufgrund der schlechten Wettervorhersage hat das Abschlusskonzert des 3. erfolgreichen Jazz-Workshops mit fast allen 70 Teilnehmern im Domhofsaal stattgefunden. Die Atmosphäre an der historischen Wehrmauer als dem eigentlich vorgesehenen Veranstaltungsort gilt zwar als wesentlich schöner, doch wollte man nicht gegebenenfalls erst mitten im Konzert wegen Regens in den nahe gelegenen Domhof umziehen müssen.

Dort glänzten dann in den verschiedenen Combos der Workshop-Dozenten auch einige Ladenburger: So sang Isabel Sohn-Frank aus der Klasse von Katrin Armani ganz hinreißend unter anderem "Mack The Knife". Außerdem traten unter anderem Graham Jones (Schlagzeug) und Frank Cheney (Gitarre) auf. Die Combos leiteten die Dozenten Katrin Armani (Gesang), Heiko Hubmann (Trompete), Nicolai Pfisterer (Saxophon), Paul Stolze (Saxophon), Garrelt Sieben (Posaune), Martin Simon (Bass), Wolfgang Disch (Schlagzeug) und der frischgebackene Jazz-Preisträger des Landes Baden-Württemberg, der Mannheimer Pianist Volker Engelberth. Das Publikum, darunter Bürgermeister Rainer Ziegler, zeigte sich begeistert, unter anderem auch von einer Stolze-Eigenkomposition.

"Wunderschöner Workshop"


"Es war ein wunderschöner Workshop", zog der Hirschberger Saxofonist Pfisterer als Organisator neben dem Ladenburger Gitarristen Marcus Armani Bilanz. Beide dankten der Stadt und allen Unterstützern, darunter Trägerverein des Jugendzentrums "Kiste", Initiative im Waldpark, Hotel "Zur Krone", Bücherei am neuen Rathaus und Förderverein der städtischen Musikschule, der gegen Gebühr Leihinstrumente stellte. "Wir hatten eine tolle Zeit mit Euch", sagt Armani zu den Teilnehmern. Einer von ihnen ist Mario Ricketts. "Es war einfach nur spitze", fand der E-Bassist aus Frankfurt am Main, der schon zum zweiten Mal in Ladenburg dabei war. Man habe bei den familiären Seminaren Feedback bekommen, das einen als Anfänger weiterbringe, und die Teilnehmer seien ebenso nett gewesen wie die Dozenten. Da Ladenburg offenbar wegen des Musikfestivals mit Andreas Gabalier und des Reitturniers ausgebucht war, hatte Ricketts diesmal in Heddesheim übernachtet.

Unter Sozialdemokraten


"Total begeistert" vom Workshop äußerte sich auch Johannes Stortz aus Kirchheim unter Teck. Selbst als Berufsposaunist habe er von den fast vier Tagen enorm profitieren können. Obendrein habe er Ladenburg als liebenswerte Stadt kennengelernt. Da er selbst Sozialdemokrat sei, habe es ihn besonders gefreut mit allen Teilnehmern am ersten Tag von einem SPD-Bürgermeister begrüßt worden zu sein. Für "Anregungen und Engelsgeduld" der Dozenten bedankte sich Sängerin Sohn-Frank (Ladenburg). Was gab es zum Abschluss noch zu hören? Eine Sängerin, die sich als Jutta vorstellte, gab im Hubmann-Ensemble eine famose Version des Soul-Klassikers "Sunny". Eine andere Vokalistin stimmte hervorragend "On The Sunny Side Of The Street" von Ella Fitzgerald an. Alle hörten viel Beifall.


© Mannheimer Morgen, Dienstag, 31.05.2016

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Vorfreude auf das Abschlusskonzert des Ladenburger Jazzworkshop 2016

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Musiker geben am Sonntag Konzert an der Wehrmauer

Von unserem Mitarbeiter Peter Jaschke

Mit dem "Dozenten-Konzert" im Glashaus hat der Jazz-Workshop in Ladenburg seinen ersten Höhepunkt gefunden. Jetzt freuen sich Teilnehmer und Macher der dritten Auflage auf das krönende Abschlusskonzert am Sonntag, 29. Mai, das bei freiem Eintritt um 16 Uhr je nach Wetter wieder an der Wehrmauer vor der Dalberg-Grundschule oder im nahe gelegenen Domhofsaal stattfindet. Dort wollen dann Jazzmusiker unterschiedlicher Niveaus aus Ladenburg, ganz Deutschland, Österreich, Schweiz und Frankreich zeigen, was sie bei dem jüngsten fast viertägigen Seminar dazugelernt haben.

Der Ladenburger Jazzworkshop
Auch gestern stand Klavierunterricht beim diesjährigen Landes-Jazzpreisträger Volker Engelberth (am Flügel) auf dem Seminarplan des dritten Workshops in Ladenburg.

Im Glashaus auf der Bühne


Ihre Dozenten, die auch am Donnerstagabend im Glashaus auf der Bühne standen, sind folgende Jazzmusiker: Katrin Armani (Gesang), Heiko Hubmann (Trompete), Nicolai Pfisterer (Saxofon), Paul Stolze (Saxofon), Garrelt Sieben (Posaune), Martin Simon (Bass) und Wolfgang Disch (Schlagzeug). Zu den bei ihrem Konzert gefeierten Dozenten gehörte erneut auch der frischgebackene Jazz-Preisträger des Landes Baden-Württemberg, der Mannheimer Pianist Volker Engelberth (aktuelle CD: "Jigsaw Puzzles").

"Die Auszeichnung für Volker macht uns stolz", sagte Marcus Armani, der den Workshop seit 2014 zusammen mit dem Hirschberger Saxofonisten Nicolai Pfisterer organisiert und leitet. Das Kursangebot wurde aufgrund der großen Nachfrage in diesen Bereichen diesmal erweitert um Jazz-Rhythmik mit Wolfgang Disch und Stage-Performance mit Katrin Armani.

Swingender Abschluss


Gestern Abend gab es zum swingenden Abschluss des Seminartags in der Pflastermühle als Veranstaltungsraum des Jugendzentrums "Kiste" eine Jamsession der Teilnehmer. Eine solche soll auch heute um 19 Uhr im Gewölbekeller des Hotels "Zur Krone" in der Brauergasse 2 oder, bei gutem Wetter, auf dessen Terrasse stattfinden. "Wir sind für die vielfältige Unterstützung, ohne die es keinen Jazzworkshop gäbe, wahnsinnig dankbar", sagte Armani und würdigte auch Kooperationen mit der Buchhandlung am Rathaus sowie der Initiative im Waldpark. Der "Kiste"-Trägerverein ist inzwischen Mitveranstalter der Organisatoren, die mit diesem Angebot auch jugendliche Musiker aus Ladenburg ansprechen.

Die Stadt unterstützt den Workshop im Rahmen der Kultur- und Tourismusförderung mit Räumlichkeiten, wie Bürgermeister Rainer Ziegler bei der Eröffnung am Donnerstag betonte.


© Mannheimer Morgen, Samstag, 28.05.2016

Jazz gab vier Tage den Ton an

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Swing liegt noch bis Sonntag in der Luft

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Gestern, kurz nach neun Uhr am Morgen: Vor dem Domhofsaal stapeln sich Taschen und Instrumentenkoffer. Ihre Besitzer haben im Saal selbst Platz genommen - rund 100 Musiker aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland. "Ich bin überwältigt", freut sich Nicolai Pfisterer. Der Leutershausener Saxofonist hat zusammen mit dem Römerstadt-Gitarristen Marcus Armani den 2. Ladenburger Jazz-Workshop auf die Beine gestellt.
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Ein erster Höhepunkt soll das Konzert der neun Dozenten am heutigen Freitag sein. Es findet um 19 Uhr in der "Pflastermühle" des Jugend- und Kulturzentrums "Kiste" statt. Bis Sonntagnachmittag erweitern die Profijazzer aus der Region den musikalischen Horizont der Teilnehmer. Um 16 Uhr treffen sich dann alle zum großen Abschlusskonzert vor der Sebastiankapelle. "Ich möchte über meinen Tellerrand hinausschauen und finde es sehr gut, dass zum Beispiel Harmonielehre und Gehörbildung dabei sind", erklärt Mario Ricketts. Da der Frankfurter erst seit vier Jahren E-Bass spielt, erhofft er sich auch neue Impulse für seine Zusammenarbeit mit einem Gitarristen und das geplante Mitwirken in Jazzformationen. Denn auch Ensembleunterricht gibt's täglich in Domhof, Dalberg-Schule und "Pflastermühle".

"Ich habe mir bewusst einen Workshop ausgesucht, bei dem Deutsch gesprochen wird", erklärt der englische Schlagzeuger Mohan Maghera, der aus der Nähe von Luton kommt. Der Ingenieur hat vor zehn Jahren in München und Dresden gearbeitet. "Ich möchte meine Sprachkenntnisse auffrischen und dies mit meinem Hobby kombinieren: Der täglich mehrstündige Instrumentalunterricht interessiert mich hauptsächlich", sagt Maghera astrein auf Deutsch. Er hatte auch ein Sommerseminar in Berlin im Auge gehabt. Aber Ladenburg war für ihn mit dem Auto besser erreichbar.
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"Außerdem dachte ich, Anfang Juni wird es noch nicht so heiß", sagt Maghera schmunzelnd und zupft angesichts der vorhergesagten Temperaturen an seinem Hemdkragen. Mit Graham Jones nimmt ein weiterer Engländer am Schlagzeug-Unterricht des Mannheimers Wolfgang Disch teil. Mister Jones wohnt aber in Ladenburg. Er hatte als Jugendlicher dem Beat gefrönt. Nach 35-jähriger Pause sitzt er jetzt auf dem Schlagzeughocker der Bürger-Jazzcombo, die Organisator Armani bei der Eröffnung ebenso hervorhob wie sein Jugendjazzensemble und den Sommerjazz im Glashaus ab 21. Juni.
"So etwas findet man nicht überall", sagte Armani auch unter Hinweis auf die Zusammenarbeit mit dem Hotel "Zur Krone". In dessen Gewölbekeller findet am Samstagabend um 19 Uhr eine Jamsession statt. Dass dieser Workshop "ein Gewinn für alle" sei, daran ließ Musikfreund Martin Schmollinger bei der Begrüßung keinen Zweifel. Als Bürgermeister-Stellvertreter sagte er auch für künftige Auflagen die Unterstützung der Stadt zu und wünschte "allen, dass Sie am Sonntag sagen können: Das war wieder ein tolles Ding in Ladenburg."


© Mannheimer Morgen, Freitag, 05.06.2015

Marcus Armanis Bilanz fällt „unfassbar positiv“ aus

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Lindenbaum, historisches Gemäuer, die Sebastiankapelle: Dieser Platz an der Ladenburger Wehrmauer bietet viel Flair für Kulturelles. Wenn dann noch bei Sonnenschein ein gelungenes Freiluftkonzert steigt, strahlen alle: Mit ihrem Abschlusskonzert haben die Teilnehmer des 2. Internationalen Jazzworkshops am Sonntagnachmittag über 200 Zuhörer begeistert und den Ruf der Römerstadt auch als Jazzstandort gestärkt.
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Schon an den Seminarabenden zuvor genossen Musikfreunde öffentliche Jamsessions im Glashaus und im Gewölbekeller des Hotels "Zur Krone". Freilich hatte das Dozenten-Konzert in der "Pflastermühle" des Jugend- und Kulturzentrums "Kiste" besonders hohes Niveau: Als die Ladenburgerin Katrin Armani "Save Your Love For Me" sang oder der Mannheimer Schlagzeuger Wolfgang Disch sein Solo mit Humor sowie Können vortrug, da wussten die rund 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland, Österreich und England endgültig, dass sie am richtigen Platz waren.

"Dieser Workshop zeigt, dass Ladenburg ein gutes Pflaster für die vielfältige Tonalität des Jazz ist", findet Rainer Döhring vom "Kiste"-Trägerverein. Dessen Vorstandsmitglieder Sina Fuchs, Chris Friedmann und Thorsten Scharbert hatten sich ebenso stark für die Gäste engagiert wie das "Krone"-Team und die Workshop-Teilnehmer Graham Jones (Schlagzeug) und Hakan Källberg (Gesang) im Glashaus.

"Ladenburg-Blues" selbst getextet


"Unfassbar positiv" fällt gestern auch die Bilanz von Marcus Armani aus. Am Tag danach ist der Gitarrist als einer von insgesamt neun Dozenten aus der Region und Workshop-Organisator neben dem Leutershausener Saxofonisten Nicolai Pfisterer lediglich stimmlich etwas angeschlagen: An vier Tagen vor größeren Gruppen zu reden, das greift die Stimme freilich an. "Glücklicherweise waren vier von zehn Teilnehmerinnen des Gesangskurses meiner Frau Logopädinnen und haben mir Tipps für die Stimmbänder gegeben", erzählt Armani.

Eine dieser hilfreichen Frauen ist Nikola Gutberlett aus dem rheinhessischen Stadecken-Elsheim. Sie eröffnete als Sängerin in der Combo von Drummer Disch das Abschlusskonzert mit "Summertime" und bestritt damit ihren ersten größeren Auftritt. Außerdem eroberte die Gesangsklasse von Frau Armani die Publikumsherzen mit dem witzig selbst getexteten "Ladenburg-Blues" aus einer Kompositionsübung.

"Der Workshop war super gut organisiert, und Ladenburg ist eine nette, schöne Stadt mit freundlichen Einwohnern", sagt Sängerin Gutberlett. "Meine Erwartungen wurden übertroffen", berichtet erfreut der Frankfurter E-Bassist Mario Ricketts. Sein Duopartner und Gitarrist Jonas Vogt war bereits 2014 Teilnehmer und hatte ihn diesmal gleich mit angemeldet. "Besonders toll war, dass für jede Leistungsstufe etwas dabei war", sagt Ricketts, der als Anfänger ebenso gut mitkam wie die elfjährige Saxofonistin Svenja (Mannheim) und der 13-jährige Pianist Malte (Ladenburg) sowie fünf weiteren Musikern aus dem Jugendjazzensemble Ladenburg als jüngste Teilnehmer.
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Dennoch wollen Armani und Pfisterer das Angebot für die dritte Auflage in den Pfingstferien 2016 ausweiten: "Die Harmonielehre auf verschiedenen Levels war ein Riesenerfolg, aber ebenso großen Bedarf gibt es auch an Kursen in Rhythmik." Weitere Dozenten: Heiko Hubmann (Trompete), Garrelt Sieben (Posaune), Volker Engelberth (Piano), Martin Simon (Bass) und Paul Stoltze (Saxofon).

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 09.06.2015

Portrait des Ladenburger Jugend-Jazzensemble

Erster „Gig“ steigt in der Gerberstiege


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Von unserem Mitarbeiter Peter Jaschke

"Jazz ist nicht tot, er riecht nur komisch." Diesen provokanten Satz hat der 1993 verstorbene Jazzrock-Gitarrist Frank Zappa schon Mitte der 70er Jahre bei einem legendären Liveauftritt in New York geäußert. Was Zappa damit meinte, gilt bis heute. "Jazz muss sich frisch halten und Nachwuchsförderung betreiben, sonst stirbt ihm das Publikum weg", weiß der Ladenburger Musiker Marcus Armani. Was den Nachwuchs betrifft, so haben dieser Gitarrenvirtuose und seine Wahlheimat derzeit gute Karten: Gründete Armani doch 2014 mit zehn Talenten das Jugendjazzensemble Ladenburg.

Dienstags unterm Dach


Diese vielversprechende Formation ist aus dem Jazzworkshop hervorgegangen, den Armani mit seiner Frau Katrin Armani und Kollegen im vergangenen Frühjahr erstmals in Ladenburg angeboten hatte. "Damals haben die Jugendlichen gemeinsam im Ensemble gespielt, sich kennengelernt, Freundschaften geschlossen und waren traurig, als der Workshop zu Ende war", erzählt Armani vor der jüngsten dienstäglichen Probe im Dachgeschoss des Jugend- und Kulturzentrums "Kiste".

Bei Bürgermeister Rainer Ziegler hatte Armani auf Anhieb ein offenes Ohr gefunden mit der Idee, den jungen Leuten weiterhin und regelmäßig ein Forum zu bieten, um ihr Talent auszubauen. Ziegler sprach mit Rainer Döhring vom "Kiste"-Trägerverein, der ebenfalls gleich Feuer und Flamme war.

"Dass Rainer Döhring uns hier so unfassbare Möglichkeiten eröffnet, hätte ich nie gedacht", zeigt sich Armani hocherfreut über den Kollegen aus dem Rock- und Pop-Fach: Döhring erweise sich als "Freund der Jugendmusikförderung" und unterstütze das Jazzensemble mit Equipment, "wie man es sich besser nicht wünschen kann". Armani selbst hat indes den Nachholbedarf bei der Jazzförderung im Combo-Bereich erkannt und scheut keine Mühen, diese Lücke zu schließen.

"Zum Einen fehlte bislang das Knowhow im Bereich Ensemble-Coaching, zum Anderen müssen viele Stücke extra für die Jugendlichen umgeschrieben und arrangiert werden, damit es für die jungen Musiker spielbar ist und das kostet sehr viel Zeit, die ich aber gerne investiere", erklärt Armani, der als Profi um die Herausforderungen weiß, mit denen der Jazz heute konfrontiert ist. Ein Grund dafür ist, dass Jazz "eine sehr komplexe Musik ist, die dem Spieler alles abverlangt und manchen Zuhörer überfordert".

Doch beim Ladenburger Jugendjazzensemble läuft es wie geschmiert. "Mittlerweile haben wir ein Repertoire von sieben Stücken mit improvisierten Soli, die sich auch noch gut anhören. Das ist eine enorme Leistung", zeigt sich Armani begeistert von den bisherigen Ergebnissen. "Außerdem genieße sich die gute Stimmung und das lockere, aber dennoch konzentrierte Proben", fügt Armani hinzu. Seine Ansprüche sind gleichwohl hoch: "Die jungen Musiker müssen spontan, variabel sowie kommunikativ zugleich sein und stets die Harmonien des Stückes vorausdenken, während sie darüber improvisieren." Um es Laien besser zu beschreiben, verwendet Armani ein Bild: "Das ist ein wenig wie Schachspielen, während man auf einem Einrad sitzt, das auf einem Barren steht."

Was Jugend zu Jazz sagt


Stimmen von Musikern des Jugendjazzensembles Ladenburg:

Finn Orlando Jülicher (E-Bass): "Durch das Jazzensemble bin ich schon ein sehr viel besserer Bassist geworden: Man muss alle Töne kennen, in allen Lagen spielen können und sich rhythmisch zurechtfinden, um nicht 'rauszufliegen."

Jonas Rupp (Trompete): "Jazz habe ich durch meinen Vater kennengelernt. Er hat mir Kind Of Blue von Miles Davis vorgespielt, und ich war begeistert. Das war mein Einstieg in diese Musik. Im Jazzensemble lernen wir alles auch mit der Theorie von der Pike auf, das ist toll."

Till Ture Jülicher (Kornett): "Die größte Herausforderung ist das Improvisieren: den Akkordfolgen zuvor zu kommen und ihnen nicht hinterher zu rennen."

Jonas Kuhlmann (Gitarre): "Interaktion zwischen den Musikern ist das Tolle am Jazz. Ich komme aus der Klassik, wo man die Werke sehr lange studiert und zum Schluss den Klang des Komponisten genießen kann, der sich auch sehr viel Zeit beim Komponieren genommen hat. Beim Jazz geht es mehr um den Moment, ums Loslassen und Improvisieren. Ich mag aber beide Welten!"

Merle Thoma (Altsaxofon): "Im Pop-Bereich kann man vielleicht schneller Fortschritte erzielen als im Jazz, wo es länger dauert, bis die Band zusammen gut klingt, das ist am Anfang echt gewöhnungsbedürftig. Dafür hat im Jazz jeder Einzelne mehr Freiheiten, aber auch mehr Verantwortung."

Meta Lu Jülicher (Altsaxofon):
"Beim Improvisieren auch auf das zu reagieren, was die Rhythmusgruppe spielt, ist für mich die größte Herausforderung. Auf jeden gleichermaßen zu hören, ist das Wichtigste." pj

Jugend-Jazz_Ensemble-LadenburgIn diesem Sinne besteht Armanis Jugendjazzensemble im ersten Jahr aus den folgenden 13- bis 17-jährigen "Artisten" unter anderem aus Ladenburg, Neckarau, Altenbach und Heppenheim: Sara-Florentine Milcent (Gesang, Landesgewinnerin "Jugend musiziert" 2015 in der Sparte Musical-Gesang), Jonas Rupp (Trompete), Till Ture Jülicher (Kornett), Meta Lu Jülicher (Altsaxophon), Merle Thoma (Altsaxophon), Felix Mitgau (Gitarre), Jonas Kuhlmann (Gitarre, Landesgewinner "Jugend musiziert" 2015 in der Sparte Klassische Gitarre), Finn Orlando Jülicher (E-Bass ), Malte Glombitza (Piano) und Jonathan Gom (Schlagzeug). Neue Gesichter sind willkommen. Gesucht werden 14- bis 17-Jährige, die Tenorsaxofon oder Posaune spielen.
Auftritt beim Altstadtfest

Die genannten zehn Nachwuchstalente sind bereits beim "Lebendigen Adventskalender" Ende 2014 in der "Kiste", auf einer Jamsession im "Cave 54" in Heidelberg und bei einer der Ladenburger Glashaus-Sessions aufgetreten. Der erste größere Gig steht gemeinsam mit der Ladenburger "Bürger-Jazzcombo" am Altstadtfest-Samstag, 12. September, von 15 bis 17 Uhr in der Ladenburger Gerberstiege bevor.


© Mannheimer Morgen, Samstag, 30.05.2015

Der Ladenburger Jazzworkshop 2015

Der Ladenburger Jazzworkshop 2015 - Eine Vorschau mit den Organisatoren Marcus Armani und Nicolai Pfisterer


Der Filmische Rückblick auf den Ladenburger Jazzworkshop

Der Ladenburger Jazzworkshop 2014 - Der Rückblick der Teilnehmer


Der Ladenburger Jazzworkshop | Vom 4. - 7. Juni 2014

Infos und Anmeldung unter www.Jazzworkshop-Ladenburg.de


Besuchen Sie uns online und erleben Sie neben der filmischen Rückschau auf das vergangene Jahr auch einen spannenden Ausblick auf 2015. Alle Informationen rund um den Workshop, einen genauen Ablaufplan, sowie alles Nötige für Ihre Online-Anmeldung finden Sie hier.

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Abschlusskonzert des Ladenburger Jazzworkshop

„Einige intonieren schon astrein“


Ladenburg: Abschlusskonzert des 1. Jazz-Workshops

Die Teilnehmer des 1. Jazz-Workshops von Marcus Armani und Nicolai Pfisterer in Ladenburg haben erfolgreich die Früchte ihrer viertägigen Seminararbeit geerntet. Die historische Wehrmauer am Ende der Lustgartenstraße gab die perfekte Kulisse für ihr Abschlusskonzert ab. Rund 250 Zuhörer zeigten sich begeistert von den sechs Ensembles. Diese präsentierten eigens arrangierte Standards wie "Moonglow", die zuvor im Unterricht mit insgesamt acht Dozenten erarbeitet worden waren.

Unter anderem mit einer groovenden Funknummer von Maceo Parker verabschiedeten sich auch echte Könner von den Zuhörern, die über zwei Stunden lang hingebungsvoll lauschten. Doch vor allem dem vielköpfigen Jazz-Nachwuchs flogen die Herzen zu. So ließ Sängerin Sona mit ihrer tollen Stimme aufhorchen. "Diese jungen Leute würden wir gerne bei unseren Jamsessions im Ladenburger Glashaus wiedersehen", zeigte sich Jazzfan Graham Jones angetan: "Einige intonieren schon astrein."

Trompetencoach Heiko Hubmann war beeindruckt von der "sehr guten musikalischen Ausbildung" manch eines jugendlichen Workshop-Teilnehmers, der an kommunalen Musikschulen und in schulischen Ensembles grundlegende Erfahrungen gesammelt hat. Der 13-jährige Ladenburger Trompeter Jonas Rupp wird beispielsweise von Markus Seeger (Musikschule) unterrichtet und gehört zur Bigband der Merian-Realschule. "Dieser Workshop ist eine ganz tolle Sache", freute sich auch Manuel Jandl als Chef von Bigband und Bläserklassen am Carl-Benz-Gymnasium (CBG) über das ergänzende Angebot der regionalen Jazzgrößen in den Pfingstferien, das es auch 2015 wieder geben soll. pj

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Die Wehrmauer als perfekte Kulisse für ein tolles Abschlusskonzert.


© Mannheimer Morgen, Dienstag, 24.06.2014




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Nachwuchs wie elektrisiert von „MorgenJazz“

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Nachwuchs wie elektrisiert von „MorgenJazz“


Ladenburg: Musiker Marcus Armani will Jugend-Jazzensemble gründen / Workshop-Teilnehmer verspüren große Lust auf Jamsessions

Ladenburg soll nach Möglichkeit ein Jugend-Jazzensemble bekommen: Dies kündigte der in der Römerstadt lebende Gitarrist Marcus Armani nach Abschluss des 1. Jazz-Workshops im Gespräch mit dem "Mannheimer Morgen" an. Armani, der den viertägigen Workshop in den Pfingstferien zusammen mit dem Saxofonisten Nicolai Pfisterer (Hirschberg) initiiert hatte, rannte mit seiner Idee bei Rainer Döhring vom Trägerverein des Jugendzentrums "Kiste" offene Türen ein.

"Wir wollen nun gemeinsam prüfen, wie wir das am besten im künftigen Kulturzentrum Pflastermühle auf den Weg bringen können", sagte Armani. Bei Bürgermeister Rainer Ziegler dürfte das Anliegen auf offene Ohren stoßen. Das Stadtoberhaupt hatte dem Workshop städtische Räume wie Dalberg-Schule und Domhofsaal zur Verfügung gestellt. In der Pflastermühle fanden ebenso wie im Glashaus am Waldpark Jamsessions statt.

Die acht Dozenten, allesamt Größen der regionalen Musikszene, verschmolzen beim "MorgenJazz" auf dem Ladenburger Marktplatz zum "Ladenburger Jazzkollektiv" (wir berichteten gestern). Und dieses begeisternd virtuose Konzert vor zeitweise über 400 Zuhörern hat Folgen: "Vor allem die jungen Workshop-Teilnehmer wirkten danach wie elektrisiert", berichtet Armani erfreut von hochmotivierten Jugendlichen, die plötzlich nicht genug bekommen konnten vom Improvisieren.

Zu diesem Zeitpunkt stand bereits fest, dass in den Pfingstferien 2015 die zweite Auflage des Workshops folgen soll, erneut in Zusammenarbeit mit der Stadt Ladenburg. "Es gibt bereits Anmeldungen dafür", erklärt Armani. "Jazz passt zu Ladenburg", findet auch Bürgermeister Ziegler und sieht dabei wohl ebenso günstige Nebeneffekte für die Römerstadt. Dort existierte einst der legendäre Jazzclub "L´azz". Viele Musiker leben noch unter den Dächern der Stadt. Doch sorgen heute vor allem Einzelakteure wie Galerist Phil Leicht und die Glashaus-Initiative im Waldpark für Konzerte mit Blue-Notes-Flair.

Dass Ladenburg nach kleinen, aber feinen Veranstaltungen auch aus dem Jazz-Fach lechzt, zeigte sich beim Abschlusskonzert der rund 60 Workshop-Teilnehmer an der historischen Wehrmauer am Bischofshof (siehe weiteren Artikel auf dieser Seite). "Die Resonanz der Besucher ist überwältigend. Und wir haben gestaunt, mit welcher Ruhe und Gelassenheit die Jungen aufgetreten sind", freut sich Armani. Auch mit dem Seminar zeigt er sich zufrieden: "Es hat alles super geklappt. Und das Wichtigste ist: Die Teilnehmer haben Lust auf Jamsessions bekommen."

Doch auch wenn am Samstag, 19. Juli,  um 15 Uhr schon die nächste Jazz-Jamsession für Hobbymusiker im Ladenburger Glashaus stattfindet: Bis zum 2. Workshop an Pfingsten 2015 will sich der Jazznachwuchs dennoch nicht gedulden: "Einige sagten uns, dass sie gerne bald weiter machen wollen", erklärt Armani. Aus diesem Grund hatte er Rainer Döhring angerufen, um möglichst das Ladenburger Jugend-Jazzensemble auf den Weg zu bringen. pj

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Geht aus dem 1. Jazz-Workshop bald ein Ladenburger Jugendensemble hervor? Einige Teilnehmer des erfolgreichen Musikerseminars haben Interesse bekundet.


© Mannheimer Morgen, Dienstag, 24.06.2014


Beim MorgenJazz mit dabei: Katrin und Marcus Armani

Lokalmatadore

Geneigtes Publikum feiert Solo um Solo

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Geneigtes Publikum feiert Solo um Solo


Ladenburg: Achtköpfiges Dozenten-Kollektiv begeistert beim „MorgenJazz“ über 400 Zuhörer auf dem Marktplatz / Ziegler lobt Musiker-Seminar und „MM“-Konzertreihe

Von unserem Mitarbeiter Peter Jaschke

Acht hervorragende Solisten und ein ebenso abwechslungsreiches wie anspruchsvolles, aber zugleich eingängiges Programm: Das "Ladenburger Jazzkollektiv" hat am Samstag beim dreistündigen "MorgenJazz" auf dem Marktplatz der Römerstadt zeitweise über 400 Zuhörer begeistert. Das fachkundige Publikum saß auf Bierbänken, auf den Stufen des Marienbrunnens und füllte bei perfektem Openair-Wetter neben Stehplätzen auch die umliegenden Straßencafés. Solo um Solo wurde mit gebührendem Applaus gefeiert.

"Es geht aber auch nicht besser. Kunst kommt eben doch von Können", findet mit Rudolf Klee einer der Mitbegründer der einst noch lebendigeren Ladenburger Jazzszene lobende Worte für den Auftritt des Oktetts, das die Qualitäten großer Bigbands und kleinerer Combos glänzend vereinte. "Es ist gefällig, aber nicht kommerziell, und kommt von Herzen", freut sich Klee. "Echt klasse", schnalzt Reinhard Schneider mit der Zunge, nachdem Spitzengitarrist Marcus Armani und Saxofon-Ass Nicolai Pfisterer das erste von drei Sets mit einer verjazzten Version von "Lucy In The Sky With Diamonds" (The Beatles) bravourös beendet hatten.

"Jazz passt zu Ladenburg." Was Bürgermeister Rainer Ziegler im "Mannheimer Morgen" vor dem 1. Jazz-Workshop unter der Regie von Armani (Ladenburg) und Pfisterer (Hirschberg) gesagt hatte, können die Organisatoren am Samstag nur unterstreichen: "Das ist eine ganz tolle Veranstaltung", sagt Armani. Er und sieben weitere Seminardozenten bildeten das "Ladenburger Jazzkollektiv". Der Gitarrist würdigte die Konzertreihe der Tageszeitung ebenso wie Zieglers Engagement für den Workshop mit über 60 Teilnehmern aus nah und fern, darunter viele junge Musiker aus Ladenburger Schulen und der Stadtkapelle.

Beispielgebend: Die 16-jährige Nachwuchssängerin Sara-Florentine Milcent lebt in Mannheim-Neckarau und hat ebenfalls am Jazzseminar teilgenommen. Auch sie ist begeistert: "Das Lehrerkonzert des Jazzkollektivs ist echt toll. Es macht Spaß, den Profis zuzusehen. Da schaut man sich schon etwas ab, zum Beispiel, wie man mit der Stimme toll improvisieren kann." Man lerne durchaus auch beim Zuhören etwas dazu, pflichtet ihr die junge Ladenburger Saxofonistin Meta Jülicher (15) bei.

Geschenkt: Die Ladenburger Schüler Jonas Rupp (13) und Marius Berlinghof (16) gehören ebenfalls zu den Teilnehmern des Jazz-Workshops, dessen Dozenten das "Ladenburger Jazzkollektiv" gebildet haben: "Es ist echt gut: Die können mit ihren Instrumenten umgehen und spielen gut zusammen", sagt Saxofonist Marius. "Das Konzert gefällt mir gut, weil die Musiker so perfekt harmonieren", erklärt Jungtrompeter Jonas und führt aus: "Besonders Heiko Hubmann überzeugt mich." Hubmann spielte Trompete und Flügelhorn. Jonas hatte das Seminar von seinem Vater geschenkt bekommen, der früher bei Funk- und Jazzbands aktiv war.

Verwandtenbesuch: Aus Bruchsal ist Anne Köhrer zum Konzert des "Ladenburger Jazzkollektivs" gekommen. Die 16-jährige Sängerin hat eine Tante in Ladenburg, die wiederum die Sängerin und Dozentin Katrin Armani kennt. Als Anne von dem parallel laufenden Jazz-Workshop des Ehepaars Armani und weiterer Jazzgrößen aus der Region hörte, war sie gleich Feuer und Flamme. "Ich habe bisher nur klassisch gesungen und hier in Ladenburg viel gelernt. Ziemlich cool finde ich auch, dass beim Dozenten-Konzert so viele Leute da sind."

"MorgenJazz belebt Stadt"

"An vielen Orten in unserer Stadt wird Musik gemacht und wird auch Jazz gemacht", gibt Bürgermeister Ziegler das Kompliment an örtliche Akteure und "Keimzellen" weiter. Im Gespräch gestand Ziegler, dass er jenen mehrtägigen Jazz-Workshop gerne wieder in der Stadt begrüßen würde. "Da werden junge Leute aus Musikschule und Bläserklassen an den Jazz herangeführt", erklärt das Stadtoberhaupt. Der "MorgenJazz", der bereits zum zweiten Mal auf dem Marktplatz stattfand, belebe die Stadt löblicherweise. Ansprechpartner für unsere Leser waren "MM"-Redakteur Dr. Klaus Backes und MorgenForum-Mitarbeiterin Dagmar Wolf.

"Die Atmosphäre hier auf dem Marktplatz mit seiner malerischen Kulisse ist berauschend. Und was hier Jazzer aus der Umgebung sind: toll", bringt es Freizeitmusiker Kurt W. Zepf auf den Punkt. Sein Urteil über das "Jazzkollektiv"? "Das dürfte das Glanzlicht dieser Reihe sein: So etwas bekommt man heute selten zu hören, eine volle Besetzung mit drei Bläsern, und dann noch in dieser Qualität."

Einen der vielen Höhepunkte bestritt Heiko Hubmann mit seinem wunderbaren Solo am Flügelhorn bei "Dear Jackman", einem Stück aus der Feder von "Kollektiv"-Posaunist Garrelt Sieben. Diese Klänge trugen die Zuhörer förmlich fort. "Mir gefällt der Stil: Dieser eher lyrische Jazz ist mir sehr recht", sagte Ziegler zum Programm, das von Bebop und Bigband-Swing über Hard-Bop und Funk bis hin zu Beatles- und Filmsongs ein überaus vielfältiges Repertoire mit einigen US-Nummern aus den 30er Jahren bot. "Das kommt unheimlich gut an, bei jungen und bei Älteren", hat die Ladenburgerin Anne Sielski beobachtet, deren Mann als Trompeter ebenfalls an der Jazzwerkstatt teilgenommen hatte.

Walter Sielski war sich als Zuhörer mit seinem früheren Bandkollegen Jürgen "Blacky" Schwarz einig: "Heiko Hubmann hat hier ganz toll gespielt und zählt zur Reihe großer Schüler von Jazzprofessor Stephan Zimmerman." Jubel riefen aber auch der großartige Gesang von Katrin Armani und die schönen Beiträge von Volker Engelberth (Piano), Martin Simon (Bass) und Wolfgang Disch (Schlagzeug) bei den Jazzfans im Publikum hervor.



© Mannheimer Morgen, Montag, 23.06.2014

Größen der Szene am Start

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Größen der Szene am Start


Ladenburg: „MorgenJazz“ am Samstag als Höhepunkt eines viertägigen Workshops

Von unserem Mitarbeiter Peter Jaschke

Ein einzigartiges Ereignis erwartet am Samstag, 21. Juni, jazzbegeisterte Musiker und Zuhörer aus der ganzen Region: Beim diesjährigen Ladenburger Konzert aus der Reihe "MorgenJazz" verschmilzt nämlich von 11 bis 14 Uhr auf dem Marktplatz das achtköpfige Dozenten-Team eines insgesamt viertägigen Jazzworkshops in der Römerstadt zum "Ladenburger Jazzkollektiv".

Die Idee dazu hatte das Ladenburg-Hirschberger Duo aus Marcus Armani (Gitarre) und Nicolai Pfisterer (Saxofon). Armani hatte zusammen mit seiner Frau Katrin 2013 schon die Premiere von MorgenJazz in Ladenburg begeisternd bestritten. Die hinreißende Ladenburger Sängerin leitet ebenso einen der Lehrgänge am verlängerten Wochenende von Donnerstag, 19. Juni, bis Sonntag, 22. Juni. Zu diesem Seminar werden über 60 Teilnehmer aus nah und fern erwartet.

Am Samstag bilden außer den genannten Musikern auch der Mannheimer Pianist Volker Engelberth sowie Heiko Hubmann (Trompete), Garrelt Sieben (Posaune), Martin Simon (Bass) und Wolfgang Disch (Schlagzeug) das "Ladenburger Jazzkollektiv". Damit präsentieren sich von 11 bis 14 Uhr acht Größen der regionalen Szene auf dem Marktplatz der Römerstadt. Sie bieten ein abwechslungsreiches Programm mit Gesangsstücken wie "Fly Me To The Moon", Bebop-Werken von Dizzy Gillespie und Charlie Parker ("Moose The Mooche"), Funknummern u. a. von Jaco Pastorius sowie verjazzte Beatles-Songs. Jeder Musiker soll seine Lieblingsstilistik einbringen.

„MorgenJazz“ in Ladenburg

Die Veranstaltung findet am Samstag, 21. Juni, von 11 bis 14 Uhr auf dem Marktplatz statt, der Eintritt ist frei.
Eine Mitarbeiterin des MorgenForums steht in dieser Zeit für Fragen rund um Abo, Vertrieb und und Anzeigen zur Verfügung.
"MM"-Redakteur Dr. Klaus Backes ist als Ansprechpartner der Redaktion vor Ort. red

Weitere Termine des Workshops: Am Donnerstag, 19. Juni, endet der erste Seminartag mit einem Konzert um 20 Uhr in der "Pflastermühle". Eine zweite Jamsession findet am Freitag, 20. Juni, um 20 Uhr im Glashaus am Waldpark statt. Am Sonntag, 22. Juni, verabschieden sich die Werkstatt-Ensembles mit einem Abschlusskonzert um 16 Uhr an der historischen Wehrmauer (Lustgartenstraße) aus Ladenburg. Der Eintritt ist stets frei.



© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 18.06.2014

Heute ab elf zeigen acht Dozenten ihr Können

Ladenburger-Jazzworkshop-2014

Heute ab elf zeigen acht Dozenten ihr Können


Von unserem Mitarbeiter Peter Jaschke

Fans der Ladenburger Stadtkapelle kennen Meta Jülicher. Ihrem Ruf als großes Talent am Saxofon machte die 15-Jährige auch beim derzeit laufenden 1. Jazz-Workshop in der Römerstadt alle Ehre. Das viertägige Musikerseminar mit insgesamt über 60 Teilnehmern aus nah und fern wurde am Donnerstag von Bürgermeister Rainer Ziegler eröffnet und endet am Sonntag um 16 Uhr mit einem Abschlusskonzert an der historischen Wehrmauer. Während einer von zwei öffentlichen Jamsessions glänzte auch Meta in der "Pflastermühle" mit ihrem Solo beim Jazzstandard "Blue Monk".

"Der erste Tag war echt gut und hat Spaß gemacht", sagt Meta Jülicher, deren jüngere Brüder Finn (Bass) und Till (Trompete) sowie Stadtkapellenkollegin Merle Thoma (Saxofon) ebenfalls am Coaching mit einer der acht renommierten Jazzgrößen um Gitarrist Marcus Armani (Ladenburg) und Saxofonist Nicolai Pfisterer (Hirschberg) teilnehmen. Alle acht Kursleiter treten heute von 11 bis 14 Uhr auf dem Ladenburger Marktplatz in der "MM"-Konzertreihe "MorgenJazz" als "Ladenburger Jazzkollektiv" auf, wie bereits ausführlich angekündigt.

Tolles Programm

Dazu zählen außer den beiden Initiatoren auch der Mannheimer Pianist Volker Engelberth, die Ladenburger Sängerin Katrin Armani sowie Heiko Hubmann (Trompete), Garrelt Sieben (Posaune), Martin Simon (Bass) und Wolfgang Disch (Schlagzeug). Das Oktett bietet ein höchst abwechslungsreiches Programm mit Standards wie beispielsweise "Nobody Else But Me" und "Save Your Love For Me", Gesangsstücken wie "Cheek To Cheek", Bebop-Werken von Dizzy Gillespie und Charlie Parker, Funknummern u. a. von Jaco Pastorius sowie einen verjazzten Beatles-Song. "Es herrscht eine Superstimmung und macht total Spaß", freut sich Katrin Armani, die ebenfalls eine Workshop-Gruppe anleitet und auf das sonntägliche Abschlusskonzert aller Ensembles an der Wehrmauer (Lustgartenstraße) vorbereitet.

Einige "ihrer" Teilnehmerinnen gaben in der "Pflastermühle" mit "Bye Bye Blackbird" und "Route 66" erste Kostproben aus dem Unterricht, der nach Theoriekurs samt Harmonielehre und Gehörbildung in Domhof, Stadtbibliothek und Dalberg-Schule stattfindet. Junge und erfahrene Musiker vertiefen dabei gemeinsam ihre Improvisationskunst. "Kiste"-Trägerverein, Glashaus-Initiative im Waldpark und Stadt unterstützen die Jazzwerkstatt.

Auf der Suche nach Musikern

"Ich habe mich sehr über das Angebot gefreut und bin positiv überrascht davon, wie gut es abläuft", sagt der 18-jährige Edinger Jonathan Busse, der am Klavier vom Mannheimer Jazzpianisten Volker Engelberth profitiert und hofft, Mitmusiker für eine noch zu gründende Formation zu treffen. Begeistert zeigt sich auch der erfahrene Ladenburger Jazzmusiker Walter Sielski (Trompete und Flügelhorn), der schon an etlichen, auch internationalen, Workshops teilgenommen hat: "Es ist richtig gut aufgezogen."



© Mannheimer Morgen, Samstag, 21.06.2014


MorgenJazz mit dem Ladenburger Jazzkollektiv in Ladenburg

...bis gleich dann ;)

MorgenJazz-Ladenburg-Armani

"Swingender Kurzurlaub für alle"

Ladenburger-Jazzworkshop

"Swingender Kurzurlaub für alle"


Ein einzigartiges Ereignis erwartet am Samstagvormittag, 21. Juni, jazzbegeisterte Musiker und Zuhörer aus der ganzen Region: Beim diesjährigen Ladenburger Konzert aus der Reihe "MorgenJazz" verschmilzt nämlich um 11 Uhr auf dem Marktplatz das achtköpfige Dozenten-Team eines insgesamt viertägigen Jazzworkshops in der Römerstadt zum "Ladenburger Jazzkollektiv". Die Idee dazu hatte das Ladenburg-Hirschberger Duo aus Marcus Armani und Nicolai Pfisterer.

Zu einem "swingenden Kurzurlaub in der Römerstadt" laden Gitarrist Armani und Saxofonist Pfisterer am verlängerten letzten Wochenende der Pfingstferien von Donnerstag, 19. Juni, bis Sonntag, 22. Juni, ein. Armani hatte zusammen mit seiner Frau Katrin 2013 die Premiere von MorgenJazz in Ladenburg bestritten.

Zum geplanten Seminar werden über 60 Workshop-Teilnehmer aus nah und fern erwartet. Jugendliche Einsteiger ebenso wie bühnenerfahrene Amateure und Semiprofis. Darunter befinden sich unter anderem Ladenburger Stadtkapelle- Instrumentalisten und Bläser aus der Bigband des Carl- Benz-Gymnasiums. Der älteste Teilnehmer zählt 73 Lenze. Der Jüngste ist erst 13. Dabei handelt es sich um den Ladenburger Musiker Till Jülicher.

"Während der vier Workshop-Tage coachen wir die Musiker in entspannter Urlaubsatmosphäre an ihren Instrumenten", erklärt Armani beim Pressegespräch im Rathaus. Man erfülle sich mit einem differenzierten Angebot für Einsteiger und Fortgeschrittene einen Traum. "Wir wollen Generationen zusammenführen und hoffen, uns ein junges Jazzpublikum zu erschließen." An seiner und Pfisterers Seite befinden sich weitere renommierte Jazzer und Dozenten wie Katrin Armani (Gesang) und der Mannheimer Pianist Volker Engelberth.

Finale an der Wehrmauer

Außerdem sind Heiko Hubmann (Trompete), Garrelt Sieben (Posaune), Martin Simon (Bass) und Wolfgang Disch (Schlagzeug) mit von der Partie. Beim Finale an der historischen Wehrmauer präsentieren das Gesangsensemble ein eigens von Katrin Armani geschriebenes Lied sowie die fünf Instrumentalensembles je zwei oder drei im Workshop vorbereitete Stücke.

"Ich freue mich auf ein lebendiges Wochenende", sagte Bürgermeister Rainer Ziegler. Die Stadt habe diesem "tollen Event für eine Kulturstadt wie Ladenburg" gerne zugesagt. Jazz passe mit seiner Vielfalt gut zu Ladenburg. Das habe man unter anderem auch bei der von dem Ladenburger Galeristen Phil Leicht ins Ladenburger Glashaus geholten Bundesjazzwerkstatt 2013 mit Alexandra Lehmler gespürt. Die jazzbegeisterte Glashaus-Initiative ist auch ein Kooperationspartner des Workshops.


© Mannheimer Morgen, Montag, 02.06.2014

Der Ladenburger Jazzworkshop 2014 - "Ein weiterer Höhepunkt in der musikalischen Kulturlandschaft der Römerstadt"

"Unser Workshop wird jeden Einzelnen musikalisch weiterbringen, sei es am Instrument selbst, in Sachen Theorie, Arrangement und Komposition oder im Bandkontext." Bürgermeister Rainer Ziegler fügt hinzu: "Ich freue mich auf dieses lebendige Wochenende." Die Vielfalt die dahinterstecke sei "grandios".

Jazzworkshop-Ladenburg-Pressebericht-LAZ

"Jazz passt zu Ladenburg"

"Das ist ein tolles Element in einer lebendigen Kulturstadt", findet Bürgermeister Rainer Ziegler und fügt hinzu: "Jazz passt zu Ladenburg."


Jazzworkshop-Ladenburg-RNZ-vom-5-Juni-2014